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Der Telebasel News Beitrag vom 5. April 2018.

Basel

Rosentalareal: Böse Überraschungen?

Für das Rosentalareal soll im Sommer ein Bebauungsplan vorbereitet werden. Bei den Bauarbeiten könnten aber noch zusätzliche Altlasten zum Vorschein kommen.

Der Stadtkanton hatte das rund 47’000 Quadratmeter grosse Rosental-Areal 2016 für einen ungenannten Preis gekauft mit der Absicht, es zum nachhaltigen Nutzen des Kantons und seiner Wirtschaft zu entwickeln. Laut Regierungsmitteilung soll es etappenweise zum «integralen Stadtteil» mit Wohnungen und Dienstleistungsangeboten werden.

Dass Altlasten vorhanden sind, war immer klar. Allerdings konnte bisher der Boden unter den bestehenden Gebäuden nicht untersucht werden. Wenn also im Rahmen der Umstrukturierung Häuser abgerissen werden, könnten zusätzliche Altlasten dem Kanton böse Überraschungen bescheren. Dies bestätigt auch das Amt für Umwelt und Energie (AUE). «Wir wissen effektiv nicht mit abschliessender Klarheit, was beim Aushub noch zum Vorschein kommt», sagt Matthias Nabholz, Leiter des AUE.

Die Entwicklungsschritte sollen innerhalb der Leitplanken einer «gesamtheitlichen Betrachtung» stattfinden. Ein städtebauliches Leitbild sei in Arbeit, hiess es weiter. Ab Sommer 2018 soll ein erster Bebaungsplan vorbereitet werden. Für den Abriss einiger Bauten, der in den nächsten Wochen ausgeschrieben werde, sind rund drei Jahre veranschlagt.

Schon ins Rosental-Areal gezogen ist 2016 das Universitäre Zentrum für Zahnmedizin Basel (UZB), das dort 2019 seine drei bisherigen Standorte zusammenführen will. Vor zwei Jahren hatte der Kanton das Potenzial für zusätzliche Bauten neben bestehenden 120’000 Quadratmeter Bruttogeschossflächen im Areal auf weitere 80’000 Quadratmeter beziffert.

Britische Investoren mit Sitz in Gibraltar hatten 2007 von Syngenta rund zwei Drittel des Rosental-Areals erworben – der Agrokonzern behielt damals jenen Teil gegenüber dem Badischen Bahnhof, auf dem seine Gebäude stehen. Das zuletzt unter dem Namen «Biopark Rosental» vermarktete übrige Areal beherbergt vor allem Chemie- und Life Sciences-Firmen. (sda/no)

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