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Der Telebasel News-Beitrag vom 31. März 2018.

Baselland

«Rären» – der lautstarke Osterbrauch

Über die Osterfeiertage wird in vielen katholischen Kirchen «gräret». Der uralte Osterbrauch wird auch in Aesch und Pfeffingen gepflegt.

«Rären», wie bitte? «Rären», oder auch «rätschen» «räppeln, «kläpstern» oder «klibberen», wie das in anderen Regionen genannt wird, wird in manchen katholischen Kirchgemeinden zelebriert.

An Karfreitag bis Ostersamstag läuten dann in den Kirchen nicht die Glocken, stattdessen klappern lautstark die Rären. Das sind Holzinstrumente, die ähnlich funktionieren wie die Rätschen, die Waggis an der Basler Fasnacht verwenden, aber viel grösser sind und durch Hammer und Drehbewegungen ohrenbetäubend rattern.

Sinn des ungewohnten «Lärms» aus den Kirchtürmen ist es, an den grausamen Foltertod Christi zu erinnern. Von Karfreitag bis Ostern wird in vielen katholischen Gemeinden deshalb auf feierliches Glockengeläut verzichtet, zumal Folter nun wirklich keinen Grund zu feiern darstellt. Deshalb werden die Kirchglocken an diesen Tagen durch «Rären» ersetzt, um die Gläubigen zu den Gottesdiensten zu rufen.

Das «Rären» hat eine lange Tradition und wird seit Jahren auch in Aesch und Pfeffingen gepflegt. Die Jungmannschaft Aesch auf dem Kirchturm der Dorfkirche in und die Mitglieder der Martinszunft auf dem Kirchturm der Dorfkirche in Pfeffingen leisten mit dem anstrengenden und schweisstreibenden «Rären» jedes Jahr einen grossen Einsatz und einen wertvollen Beitrag zur Pflege dieses lebendigen Kulturgutes unserer Region.

Telebasel hat sich das «Rären» in Aesch angesehen.

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