In der Nähe der Langen Erlen werden immer wieder wilde Rehe gesichtet. (Bild: zVg/Gemeinde Riehen)

Basel

Wildtiere nicht stören

Nun beginnt für viele Wildtiere in und um Riehen die Brut- und Setzzeit, während er man sie nicht stören sollte.

Die Vögel und Säugetiere sind während dieser Zeit besonders anfällig für Störungen und verdienen unsere Rücksichtnahme, wie die Gemeinde Riehen in einer Medienmitteilung vom 27- März 2018 schreibt.

Die langersehnten warmen Sonnenstrahlen laden zu ausgedehnten Spaziergängen in der Natur um Riehen ein. Durch ihre Nähe zur Siedlung sind die Wälder und Grünräume am Dinkelberg und in den Langen Erlen beliebte Naherholungsgebiete.

Aber auch in der Tier- und Pflanzenwelt ist nun einiges los, denn die meisten Wildtiere bringen in den Monaten April bis Juli ihre Jungtiere zur Welt. Wer genau hinschaut, kann nun zum Beispiel Vögel beim Nestbau beobachten.

Aber auch sonst hat die Tierwelt um Riehen einiges zu bieten. Wussten Sie, dass auch in den Wäldern der Langen Erlen immer wieder Rehe gesichtet werden? Oder dass die Ackerflächen im Moostal Lebensraum einer grossen Feldhasen-Population sind und der Schlipf als Lebensraum für Vögel in unserem Kanton einzigartig ist?

Auch wenn viele dieser Tierarten gerne eher unsichtbar bleiben: Die Wiesen und Wälder rund um Riehen sind nicht nur Naherholungsraum für uns Menschen, sondern auch wertvolle Lebensräume für viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Mit etwas Glück lässt sich in der Wiese-Ebene auch ein Wiesel beobachten oder im Wald am Dinkelberg der seltene Mittelspecht.

Noch mehr Stress für Wildtiere

Besonders sensibel auf Störungen sind all diese Tierarten im Frühling, wenn sie brüten oder ihre Jungtiere grossziehen. Diese sogenannte Brut- und Setzzeit dauert in der Regel von Anfang April bis Ende Juli und ist für die Wildtiere auch ohne Störung bereits mit Stress verbunden.

Die Gemeindeverwaltung Riehen macht deshalb seit Jahren mit Schildern auf diese spezielle Zeit aufmerksam. Spaziergänger oder Hunde, die abseits der Wege durchs Unterholz laufen, können verursachen, dass das Wild fluchtartig die Brut verlässt – mit fatalen Folgen für den Nachwuchs.

Bei wiederholten Störungen wird das Tier das Habitat sogar ganz aufgeben. In Bodennähe brütende Vögel und junge Wildtiere sind freilaufenden Hunden besonders wehrlos ausgeliefert.

Aber auch für ein trächtiges Reh kann die Hetze durch einen Hund fatale Folgen haben. Spaziergänger, Jogger, Biker und Erholungssuchende werden deshalb gebeten, während der Brut- und Setzzeit stets auf den Wegen zu bleiben, Trampelpfade zu meiden und ihre Hunde stets unter Kontrolle zu halten, um unsere Wildtiere möglichst wenig zu stören.

Nur wenn wir Rücksicht nehmen, wird unser stadtnaher Erholungsraum auch in Zukunft noch Lebensraum für die vielen Tier- und Pflanzenarten sein.

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