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Der Telebasel News Beitrag vom 22. März 2018.

Region

Augenkliniken beider Basel haben schon vor einem Jahr fusioniert

Spitalfusion: Die Augenkliniken von Basel und Liestal arbeiten bereits seit einem Jahr zusammen.

Spitäler sollen fusionieren, nur so bekommt man die Gesundheitskosten in den Griff. Das ist die Idee der Regierungen in Basel und Baselland. Die Fusions-Idee wird derzeit breit diskutiert. Ausser bei den Augenkliniken von Basel und Liestal. Die arbeiten nämlich seit einem Jahr zusammen.

Medizinische Leistung im Vordergrund

Im Augenspital Basel arbeitet wegen des Kooperations-Vertrags der Chefarzt der Baselbieter Augenklinik, Christian Prünte. Seit einem Jahr ist er auch Chefarzt der Basler Augenklinik. In dieser Doppel-Funktion kann er abschätzen, ob die Fusion das Gesundheitssystem billiger macht: «Verändern tut sich bei den heutigen Tarifen nicht viel. Es geht darum, welche medizinische Leistung man erbringt. Wir können aber die Kompetenzen der Ärzte aus einem viel grösseren Pool für alle unsere Patienten sinnvoll einsetzen.»

Christian Prünte findet ein Argument, dass die Fusion auch Ersparnis gebracht hat: «Grundsätzlich kann man gut einsparen, weil man die Spezialisten nicht alle doppelt besetzen muss. Für das gleiche Fachgebiet braucht es nicht einen Spezialisten in Liestal und Basel, sondern das Team kann die Dienstleistung an beiden Orten anbringen. Insofern ist eine Ersparnis realisierbar.»

Offenbar hat man verworfen, die Augenklinik statt an zwei nur an einem einzigen Standort zu führen: «In der Augenheilkunde ist es schwierig, weil es ein ambulantes Geschäft ist. Die Patienten wollen nah am Wohnort versorgt werden. Die Bereitschaft zu Mobilität ist nicht gross.»

Sparpotential vorhanden

Mobil muss er selber sein. Einen Tag ist Christian Prünte in Basel, und an einem anderen Tag geht er mit seinem Team in die Augenklinik nach Liestal. Die Umstellung sei für ihn gering, weil beide sehr ähnlich seien: «Die Unterschiede in der Infrastruktur sind sehr klein. Wir haben an beiden Orten einen modernen Operationssaal. Das heisst, wir können jede Operation an beiden Standorten durchführen. Die Vorteile einer Fusion der Klinken sind also auf den ersten Blick nicht augenfällig. Sparpotential ergibt sich erst, wenn man weniger Personal benötigt.»

1 Kommentar

  1. Vor rund 2 Wochen OP unter Dr. Prünte erfolgreich überstanden. Ausser kurzem Schmerz bei Lokalanästhesie alles ok. Glaskörper wird durch Flüssigkeit ersetzt, es erscheint eine Luftblase/Libelle welche die Sicht-vor allem nach unten beeinträchtigte. Bereits nach 10 Tage war diese aufgelöst, wieder freie Sicht. Lesebrille nicht mehr nötig. Es musste ein kleines Loch an einem Foramen(Ort des schärfste Sehens repariert werden. Dabei wurde auch wegen beginnendem grauen Star eine neue Linse eingesetzt. War 2 1/2 Tage in der Augenklinik Basel.Report

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