Im Brief wird ein Angestellter der Firma namentlich erwähnt. (Bild: 20 Minuten/Steve Last)

Basel

Anonymer Brief beschuldigt Angestellte als Pädophile

Im Januar wurde in einer Liegenschaft im Kleinbasel ein anonymer Brief abgegeben. Im Schreiben werden Mitarbeiter einer Firma als Pädophile bezeichnet.

In einer Kleinbasler Liegenschaft sei Anfang Januar ein Brief eingeworfen worden, in dem Mitarbeiter einer namentlich genannten Firma beschuldigt werden, sich im Jahr 2017 an «kleinen, wehrlosen Jungen» vergangen zu haben. Ein Mitarbeiter wird sogar namentlich im Schreiben erwähnt. Wer für den Brief verantwortlich ist, ist noch unklar.

«Es ist nun endlich an der Zeit, dass diese Pädophilen zur Rechenschaft gezogen werden», heisst es im Brief, der «20 Minuten» vorliegt. In Grossbuchstaben werden andere geschädigte Jungen dazu aufgerufen, sich an Polizei und Medien zu wenden, «damit diese endlich reagieren». Unterzeichnet wurde der Brief mit «einer der genötigten Jungen».

Firma wehrt sich gegen Vorwürfe

Die betroffene Firma wehrt sich jetzt gegen die Anschuldigungen und hat die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Die Flyer seien abgegeben worden, damit sie forensisch untersucht werden können, erklärt ein Kadermitglied der Firma gegenüber «20 Minuten».

Ob noch andere Wohnhäuser in Basel einen solchen Brief zugestellt bekommen haben, ist nicht bekannt. Die Basler Staatsanwaltschaft wisse zumindest von nichts: «Das von Ihnen zugestellte Schreiben ist für die Staatsanwaltschaft neu», so Kriminalkommissär Peter Gill zur «20 Minuten».

Ähnlichkeiten zu Fall in Solothurn

Ein ähnlicher Fall trug sich vergangenen Oktober in Solothurn zu. Damals wurden ebenfalls Flyer mit fast dem exakt gleichen Wortlaut an Busstationen aufgehängt. Beim Fall in Solothurn wurde das Anschuldigungsschreiben sogar mit einem Bild einer Person versehen. Die Solothurnern Polizei konnte bisher aber noch keine Person ermitteln. Eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft sei noch hängig, bestätigt diese gegenüber «20 Minuten»

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