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Der Telebasel News Beitrag vom 20. März 2018.

Basel

«Wir hatten schon nach fünf Jahren eine Krise»

Die 11. Ausgabe der bekannten Vorfasnachtsveranstaltung war gleichzeitig die letzte. Almi und Salvis Wege trennen sich, und das nicht nur in der Vorfasnacht.

11 Jahre lang stand das Kabarett-Duo Almi+Salvi in der Vorfasnachtszeit gemeinsam auf der Bühne, aber damit ist jetzt Schluss. Es wird kein weiteres Fasnachtskiechli mehr geben, das berichten die Veranstalter heute, 20. März, in einer Mitteilung. 11 Jahre lang durfte man gemeinsam grosse Momente erleben, doch das Duo verspüre Abnutzungserscheinungen in der Zusammenarbeit. Die beiden haben deshalb beschlossen, das Fasnachtskiechli nicht mehr fortzuführen, bevor dies dem Publikum bei einer Vorstellung bewusst werde.

«Wir sind uns schon sehr lange nicht mehr einig. Nach dem 5-jährigen Jubiläum hatten wir eigentlich schon dann eine Krise, da wir uns in gewissen Sachen komplett anderer Meinung sind.» Auf der Bühne sei dies ja gut angekommen aber komplett andere Typen seien die beiden eben auch hinter der Bühne, was schliesslich zu diesem Bruch führte.

Salvi möchte aber, so heisst es, eine eigene Vorfasnachtsveranstaltung auf die Beine stellen, das «Kòpfladäärnli». Ohne Comedy-Partner Almi will er damit «für ein breiteres Segment verträglich sein», erklärt er gegenüber der «bzBasel».

Weniger «Schenkelklopferhumor»

Mit seiner neuen Show möchte Salvi also ein wenig weg vom groben Humor, wie ihn das Fasnachtskiechli der beiden Komiker manchmal zum Besten gab. Von «Schenkelklopferhumor» soll es nun hin zu mehr Intellektuellem, wie die «bz» schreibt, ganz weg vom Fasnachtskiechli-Humor soll es aber doch nicht gehen.

Almi gehört nicht zum Team der neuen Show. Dies nachdem sich das Duo bereits vor längerem getrennt habe. Sie hätten nur noch für die Vorfasnacht 2018 zusammen auf der Bühne gestanden. «Das Cabaret-Duo Almi und Salvi ist seit zweieinhalb Jahren schon Geschichte. Das hat nie jemand interessiert. Nun wo wir das Fasnachtskiechli auch nicht mehr machen, interessiert es plötzlich alle», so Salvi gegenüber von Telebasel.

Salvi im Interview über das Ende des Fasnachtskiechli. (Video: Telebasel)

Anstelle der Zweimann-Show, wie man sie vom Fasnachtskiechli kennt, sollen nun viele Schnitzelbängg und ein Organisationsteam aus sieben Personen das «Kòpfladäärnli» prägen.

Die Veranstaltung soll eine sein, «die auch ohne mich funktionieren kann. Eine, die aufgestellt ist für die Ewigkeit», erzählt Salvi im Gespräch mit der Tageszeitung «bz». Mit 14 Schnitzelbängg, einem kleinen Orchester sowie Pfeiffer- und Tambourengruppen will Salvi das Vorfasnachts-Publikum überzeugen. Ein prominenter Name des Ensembles verrät Salvi schon: Die Basler Schauspielerin Bernadette Strittmatter wird beim «Kòpfladäärnli» dabei sein.

Almi mit neuem Programm

Auch Almi habe Pläne. Er werde im Sommer ein Buch veröffentlichen, ein neues Soloprogramm präsentieren und der Fasnacht weiterhin treu bleiben. Hierzu will er jedoch noch nicht viel verraten. Es handle sich aber laut der Mitteilung vom Dienstag um «ein spezielles Konzept, das auch die feinen, leisen Töne anschlägt».

Almi spricht über das Ende des Fasnachtskiechli mit Salvi und seine Zukunft. (Video: Telebasel)

Eine Trennung im Streit?

Das Komiker-Duo sei ohne Krach auseinander gegangen, erzählt Salvi im Interview mit der Zeitung «bz». Es habe zwar «Reibungen» gegeben, aber eine Streit-Trennung sei es nicht gewesen. Almi war für die «bz» nicht zu erreichen. Gerüchten zufolge entspreche dies aber nicht der Wahrheit. Es habe Streit gegeben zwischen den beiden und getrennt hätten sie sich nicht im Guten.

Mehr dazu im TV in den Telebasel News vom 20. März 2017 um 18.30 Uhr und stündlich ab 19 Uhr.

3 Kommentare

  1. Geht es die breite Öffentlichkeit tatsächlich etwas an, warum zwei Menschen – egal ob privat oder beruflich – künftig getrennte Wege gehen? Ich finde NEIN, denn es gibt auch sowas wie Privatsphäre, auch wenn man in der Öffentlichkeit steht.
    Lasst die beiden doch einfach in Ruhe und freut euch, dass das Angebot der Vorfasnachtsveranstaltungen künftig um eine, vielleicht auch zwei Produktionen reicher wird.Report

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