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Der Telebasel News Beitrag vom 17. März 2018.

Basel

Migranten helfen bei der Stadtentwicklung

Der Verein «Zukunft Klybeck» fragt Migranten, wie Sie sich das neue Klybeck-Quartier vorstellen. Telebasel ist am Anlass mit dabei.

Was wünschen wir uns von diesem neuen Quartier? Was brauchen wir, damit es auch unser Quartier wird? Was kennen wir aus anderen/unseren Ländern, das hier fehlt? Diese Fragen wollte der Verein «Zukunft Klybeck» mit dem Anlass «Deine Stadt – deine Idee» am Samstag, 17. März 2018 beantworten. Migrantinnen und Migranten wurden dazu eingeladen, ihre Meinung zum neuen Klybeck-Quartier zu äussern. So möchte der Verein gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern Ideen für die Zukunft entwickeln.

Der Austausch ist sehr wichtig

Dieser Austausch mit Migrantinnen und Migranten sei sehr wichtig, sagt Christoph Moerikofer, Gründungsmitglied des Vereins. «Wir müssen sie mit einbeziehen. Denn in den umliegenden Quartieren leben weit über 50 Prozent Migrantinnen und Migranten», sagt er. Das Feedback sei unterschiedlich, denn herkunftsbedingt wüssten viele gar nicht genau, was der Verein überhaupt möchte.

Christoph Moerikofer über die Rückmeldung der Migrantinnen und Migranten. (Video: Telebasel) 

Es gäbe aber durchaus auch Migrantinnen und Migranten, die sich sehr dafür interessieren und sich aktiv beteiligen. «Oft sind das auch Schlüsselpersonen, wie auch Grossräte», sagt Moerikofer. Mit solchen Anlässen möchte der Verein über die Klischees der Partizipation hinaus wirken und einen Schritt weitergehen. «Wir möchten konkrete Projekte formulieren». So erkenne man auf den ersten Blick, was die Bevölkerung genau möchte.

Zum Anlass am Samstag sind rund 30 Migranten erschienen. Für Teilnehmerin Julie Davis aus London ist vor allem der Bezug zu einem Ort von Bedeutung. «Wenn man sich zu einem Ort verbunden fühlt, möchte man auch bei zukünftigen Entwicklungen mitreden können», sagt sie gegenüber Telebasel. Die Teilnahme an einer Entwicklung sei sehr wichtig. Den Verein «Zukunft Klybeck» hat sie letztes Jahr kennengelernt und ist davon begeistert.

Vom zukünftigen Klybeck-Areal erhofft sich Davis eine gute Balance zwischen Wohnen und Arbeiten. «In Harmonie zu leben ist natürlich jedermanns Traum. Aber wie dieser Traum dann Wirklichkeit wird, ist natürlich eine andere Sache». Ein Teil dieses Prozesses zu sein, erachtet sie als sehr wichtig.

Julie Davis aus London über die Entwicklung des Klybeck-Quariter. (Video: Telebasel) 

Ein komplett neues Stadtquariter

Das Areal im Klybeck zwischen Rhein und Wiese ist so gross wie 40 Fussballfelder und gehört der Novartis und BASF. Seit 150 Jahren haben die beiden Firmen chemische Produkte produziert und wollen sich jetzt vom Gelände zurückziehen. Genau dort soll jetzt ein komplett neues Stadtquartier errichtet werden. 10’000 bis 15’000 Einwohner, ein paar tausend Arbeitsplätze, Schulen, kulturelle Einrichtung und viel öffentliches Leben sollen entstehen.

Der Entwicklungsprozess begann im Herbst 2016 mit Beteiligung der Bevölkerung. Die Wünsche: der Erhalt vieler Gebäude, günstiger und durchmischter Wohnraum, sowie viele Grünflächen. Der ganze Planungsprozess wird dann frühestens Ende 2019 abgeschlossen sein. In den nächsten 20 bis 30 Jahren wird dann gebaut.

Bevölkerung soll mitbestimmen

Der Verein «Zukunft Klybeck» möchte den grösstmöglichen Einfluss der Bevölkerung auf die Entwicklung des neuen Klybeck-Quartiers sicherstellen, heisst es auf der Homepage. Dazu organisiert der Verein Veranstaltungen und sucht den Kontakt zu wichtigen Akteuren im Zusammenhang mit der Quartier-Entwicklung. So sollen die Ideen der Bevölkerung wahrgenommen und umgesetzt werden.

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