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Der Telebasel News Beitrag vom 17. März 2018.

Basel

Immer mehr Kinder werden Pfadfinder

Während andere Vereine in der Region gegen Mitgliederschwund kämpfen, scheint die Pfadi voll im Trend zu sein. Telebasel wollte wissen, wieso.

Die neusten Zahlen der Pfadiregion Basel sind erfreulich. Über 3’500 Mitglieder zählen nämlich die verschiedenen Abteilungen. Das sind 100 mehr als in den Jahren zuvor, schreibt SRF.ch. Das ist vor allem in der heutigen Zeit der Digitalisierung, in der Kinder und Jugendlich doch lieber vor dem Computer sitzen, erstaunlich. Gesamtschweizerisch ist die Zahl der Mitglieder von 42’000 auf knapp 47’000 angestiegen.

Dieser Trend gelte aber nicht für alle Abteilungen, manche kämpfen nämlich noch immer ums Überleben. Das vor allem in Quartieren mit vielen verschiedenen Kulturen. Telebasel besucht einen Pfadi-Nachmittag und möchte von Jonas Grüter, Mediensprecher der Pfadiregion Basel wissen, weshalb die Pfadi mancher Orts solch einen Boom erfährt.

«Ich glaube, es ist vor allem der Trend, draussen zu sein. Die Eltern wollen, dass ihre Kinder mehr drausse sind und nicht nur vor dem Tablet oder sitzen», sagt Grüter. In der Pfadi lerne man auch viele Dinge.

Mediensprecher Jonas Grüter im Interview. (Video: Telebasel) 

«Pfadi ist auch eine Marke»

Im Gegensatz zur Pfadi, kämpfen andere Vereine in der Region gegen den Mitgliederschwund. Grüter erklärt sich diese Entwicklung wie folgt: «Pfadi ist auch eine Marke. Denn wenn man Kinder draussen im Wald mit dem Pfadi-Hemd sieht, weiss man gleich Bescheid». Daneben ist die Pfadi auch die grösste Jungendorganisation in der Schweiz. Die Geschlechter seien gemäss Grüter ziemlich gleich verteilt. Die Ausländerquote sei aber leide nicht so hoch.

Mediensprecher Jonas Grüter im Interview. (Video: Telebasel) 

Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein. «Vielleicht hat dort der Fussballverein einen höheren Stellenwert oder man kennt die Pfadi einfach nicht so, wie wir hier», erklärt Grüter. In anderen Länder ist die Pfadi auch schnell mal sehr militärisch. «Es ist aber ein Ziel, an dem wir arbeiten».

Schnuppertag für die Kleinen

Am Samstag, 10. März, fand an über 350 Standorten in der Schweiz der vierte Pfadi-Schnuppertag statt. Am «Tag der offenen Tür» durften Kinder und Jugendliche die Pfadi hautnah kennenlernen. Heute steht im Verein nämlich nicht nur das klassische «Wer hat wen entführt» im Fokus.

Die Kinder lernen auch spielerisch mit einfach Mitteln auszukommen. Dazu gehört zum Beispiel auch der gemeinsame Bau von Baumhütten. Die Pfadi-Abteilungen ziehen alle ein positives Fazit. «Das wird sicher auch nächstes Jahr wieder stattfinden», sagt Grüter.

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