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Der Telebasel News Beitrag vom 16. März 2018.

Basel

Luxuskarossen: Basler Polizei kauft sieben Teslas

Nur das Beste ist gut genug: Die Basler Polizei kauft sich sieben neue Alarmpikett-Fahrzeuge der Marke Tesla – für 1 Million Franken.

Dies geht aus dem aktuellen Basler Kantonsblatt hervor. In einem freihändigen Verfahren schafft sich die Polizei die sieben Luxuskarossen an. Die Polizei bestätigt den Kauf und präzisiert, dass es sich um das Model Tesla X 100D handeln würde. Kaufpreis, inklusiv kompletter Ausstattung: 140’000 Franken.

Komfort pur: Der neue Tesla X der Kantonspolizei Basel-Stadt

Tiefere Unterhaltskosten sollen Mehrpreis rechtfertigen

Laut Martin Schütz, Sprecher der Kantonspolizei Basel-Stadt, würde ein heutiges Alarmpikett-Fahrzeug inklusiv Ausbau 91’000 Franken kosten. Die Polizei sagt zu den Mehrkosten von 49’000 Franken: «Die höheren Anschaffungskosten werden kompensiert durch deutlich tiefere Kosten für den Betrieb und Unterhalt sowie einen höheren Wiederverkaufswert.» Dies, obwohl die Teslas nicht in der kantonseigenen Werkstatt gewartet werden können.

Die Wahl Tesla sei zudem aus praktischen Gründen getroffen worden: «Ein Fahrzeug, das sich für ein Alarmpikett eignet, braucht zum einen eine ausreichende Nutzlast, viel Stauraum und aufgrund der Ausrüstung der Polizistinnen und Polizisten einen möglichst grossen Fonds. Idealerweise verfügt das Fahrzeug auch über Allradantrieb.» Dies würde der Tesla X 100D nach gründlichen Abklärungen und Praxistests alles mitbringen, sagt Schütz weiter. Dazu käme, auch der Umweltgedanken sowie die Vorbildsfunktion der Verwaltung.

Mit einer Stromladung fährt der Tesla mindestens 500 Kilometer. Fahrzeuge des Alarmpiketts würden pro Tag im Durchschnitt 200 Kilometer pro Tag zurücklegen. Als Ladestationen würde die IWB bei den Polizeiwachen Kannenfeld und Clara sowie im Zeughaus je zwei Ladestationen installieren.

Luxusschlitten für die Polizei?

Diesen Vorwurf weist Schütz zurück: «Der geplante Ersatz der Diesel-Kombifahrzeuge für die Alarmpiketts durch das Tesla Model X 100D bringt sowohl punkto Wirtschaftlichkeit und Ökologie als auch mit Blick auf den vorhandenen Stauraum im Fahrzeug und die Sicherheit nur Vorteile.» Denn das Modell X gelte weltweit als schnellster, sicherster und vielseitigster SUV (Sport-Utility-Vehicle).

Erste Teslas kommen im  Herbst

Die Basler Polizei muss sich aber noch ein bisschen Gedulden bis sie sich in die neun Fahrzeuge setzen können. Laut Schütz sollen die ersten drei Fahrzeuge im Herbst 2018 ausgeliefert werden. Im 2019 sollen dann die restlichen SUV eintreffen.

SVP stellt Fragen

Bereits hat SVP-Grossrat Felix Wehrli eine Interpellation an die Medien verschickt zum Kauf der Elektroautos für die Polizei. Er möchte zum Beispiel wissen, wieso nicht herkömmliche Autohersteller wie BMW oder Mercedes ausgewählt wurden, welche zumeist auch günstigere Fahrzeuge im Angebot hätten.

Ebenso stellt er die Frage, ob die Teslas denn in der hauseigenen Werkstatt repariert werden könnten oder ob sie dafür extern gegeben werden müssten.

17 Kommentare

  1. Hier eine aktuelle seriöse Studie bzgl. Umwelt. Strommix Schweiz ist vergleichbar mit Frankreich.

    https://ecomento.de/2018/02/12/icct-studie-elektroauto-deutlich-sauberer-als-verbrenner/

    Übrigens: bei 200 km täglich sind das 73’000 km pro Jahr. Nach spät. 4 Jahren (292’000 km) ist ein Verbrenner wohl durch und nichts mehr Wert.
    Es gibt Teslas, die schon über 400’000 km drauf haben. Im Labor wurde Akku auf 800’000 km getestet (80% Kapazität). Die Motoren werden auf 1’600’000 km ausgelegt.
    Insbesondere bei hohen Kilometerleistungen hat ein E-Auto grosse Kostenvorteile weil deutlich weniger Unterhalt und Betriebskosten. Zudem hält der Tesla X bei diesem Einsatzszenario wohl doppelt so lang (8 Jahre) wie ein Verbrenner.
    Guter Entscheid. Schade natürlich, dass es momentan keine grosse Auswahl gibt. Der Jaguar I-Pace wäre evtl. günstigere Variante gewesen, ist aber noch nicht lieferbar.

    Kleine Rechnung:
    Model X 25 kwh/100 km à 0.20/kwh = Fr. 5.-/100 km
    Vergleichbarer Verbrenner 8 Liter Diesel/100 km à Fr. 1.50/Liter=Fr. 12.-/100 km.
    Bei 72’000 km ist das eine Kosteneinsparung von Fr. 5040 pro Jahr nur für Energie. In 8 Jahren Fr. 40’320.
    Verbrenner müssten für 8 Jahre 2 Fahrzeuge gekauft werden = 2x Fr. 90’000 = 180’000.+ Treibstoff Mehrkosten 40’320 = Fr. 220’320 + Mehrkosten Unterhalt (8×1000) 8’000 = 228’320 – Restwert Verbrenner Fahrzeug 2×10’000=208’320. Somit ist Tesla X Fr. 68’320 günstiger als Verbrenner.Report

  2. Man kann auch die Lügen der Öl-Lobby zur Batterie glauben. Nun ein Smart-ED, oder Renault Zoe wäre auch eine ökologische Option gewesen. Mein Smart-ED hat den Strom vom Dach. Er braucht weder Öltanker, Laster zur Tankstelle, noch Pumpen für die Ölförderung. Er stinkt und lärmt nicht. Betriebskosten in 4 Jahren, CHF 10.- + nur 3 Solarpanel auf dem Gartenhaus für 100% Energie (auf dem Dach habe ich 30 weitere). Reifen wird er gelegentlich neue brauchen.Report

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