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Der Telebasel Talk vom 15. März 2018 mit Bettina Dieterle.

Basel

Ex-Drummeli-Regisseurin: «Garantiert politisch unkorrekt!»

Als Drummeli-Regisseurin dirigierte sie 1'500 Leute. Jetzt kommt Bettina Dieterle mit ihrem ersten Solo-Programm nach Basel.

Schon im Pressetext zum neuen Programm belegt Bettina Dieterle, dass die einstige Punkmusikerin und Jugend-Bewegte, die das AJZ an der Hochstrasse mitbewohnte, von ihrem bissig-abgründigem Humor nicht lassen mag: «Andere schreiben mit 50 ein Buch oder lassen sich scheiden oder liften oder machen gar einen Bilanzsuizid. Ich habe mich entschieden mein erstes Soloprogramm zu schreiben.»

Tja, die 50! Zu denken gibt dazu ihr Statement auf ihrem Webportal, das auch von einem Hollywood-Star stammen könnte: «Schön wäre, es gäbe mehr tolle Rollen für Schauspielerinnen ab 50!»

Drummeli-Regisseurin: -minu jubelte

Einem breiten «Baasler» Publikum ist die Künstlerin vor allem als Regisseurin und Leiterin des Drummelis (2012 bis 2015) bestens in Erinnerung. Die BZBasel schrieb 2014: «Viel Wortwitz und Kreativität machen das Projekt mit Bettina Dieterle in der Regie zu einem Erlebnis: Cliquen, Schnitzelbängg und Guggen.»

-minu jubelte in der BaZ: «Sie (Dieterle) verwebt Nummern ineinander, kürzt Langes weg, spitzt Pointen zu, zwingt Grau raus und Rot rein … ­alles: MEGA SUPER GEIL! (Um es im Slang des grossartigen Slam-Poeten Laurin Buser auszukleiden.) Oder anders: Das erbaulichste ­Vorfasnachtsspektakel in dieser Saison! Ohne Abschrankung und Aber…» Apropos, genau: Bettina Dieterle setzte dem Fasnachts-Bürger erstmals Slam Poeten und Rapper vor. Ohne ihn zu verprellen!

Nach dem Massen-Spektakel mit bis zu 1’500 Beteiligten nun der «Suffragettenblues» auf der kleinen Bühne des Teufelhofs. «Begleitet vom kleinsten, feinsten Sinfonieorchester, der Cellistin Nora Kaiser und dem Geiger Adrian Borter.» Stilecht posiert die Feministin mit der Heldin ihrer Jugendzeit Nina Hagen, als die noch unbeschreiblich weiblich mit ihrem Koloratursopran Punk machte.

Bettina Dieterle verspricht: «Garantiert keine Comedy, sondern politisches Kabarett vom Feinsten. Hier müssen Sie keine Schenkel klopfen, sondern mitdenken. Nicht nur Ihre Lachmuskeln, auch Ihre Synapsen werden aktiviert. Garantiert politisch unkorrekt und pädagogisch lustvoll. Ob Frauenstimmrecht, Europapolitik oder Genderwahnsinn, kein Thema ist dieser Suffragette zu heiss, um nicht thematisiert oder besungen zu werden. Keine Figur des öffentlichen Lebens zu schade, um nicht auf der Schippe des Spotts zu landen».

Bettina Dieterle war Gründungsmitglied des A-cappella-Kabaretts Acapickels, führte Regie für Hutzenlaub & Läubli, Stéphanie Berger oder Michel Gamenthaler, spielte in Inszenierungen von Robert Wilson und Adrian Marthaler. Und und und … moderierte auch schon für Telebasel!

Zu erleben ist Bettina Dieterle demnächst im Theater Teufelhof mit «Suffragettenblues» am

  • Donnerstag, 22. März 2018, 20.30 Uhr (Premiere)
  • Freitag, 23. März 2018, 20.30 Uhr
  • Samstag, 24.März 2018, 20.30 Uhr.

Zuerst aber erzählt sie von sich als Frau, Feministin, Künstlerin, Hausbesetzerin ab 18:40 Uhr im Telebasel Talk vom 15. März 2018.

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