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Schweiz

«Wir sprechen intern klar, aber ich schreie nicht»

Trotz der vielen Niederlagen wird der FCB-Trainer in der Garderobe nicht laut. Gespräche gäbe es aber viele. Die selber geschaffene Krise ist Kopfsache.

«Wir sind gut.» Dieser Satz ist aus dem Mund eines Trainers, welche die Mannschaft des Serienmeisters trainiert, normalerweise nicht eigenartig. Heute scheint Raphael Wicky’s Aussage aber etwas seltsam. Schliesslich hat der FCB in diesem Jahr ein grosses Ziel aus den Augen verloren: den Meistertitel. Das, weil der FC Basel 2018 nicht auf Touren kommt und Spiele verliert, die er noch im Herbst gewonnen hat.

Raphael Wicky über das Selbstvertrauen seiner Mannschaft und das heutige Spiel gegen Lausanne:

(Video: Telebasel)

Der Schlüssel: Effizienz

Auf die Frage, was denn seine Mannschaft in Lausanne besser machen muss als noch am Sonntag in Luzern, ist Raphael Wicky’s Antwort einfach: «Tore schiessen». Man kann dem FC Basel nicht vorwerfen, sich keine Torchancen zu erspielen. Doch wer nur Torchancen hat, diese aber nicht nutzt, geht eben auch leer aus. So geschehen beim FC Basel gegen Lugano, St. Gallen und Luzern.

Ricky van Wolfswinkel und Albian Ajeti haben in den Reihen von Rotblau bisher am meisten Tore erzielt. In der Rückrunde hat aber keiner der beiden getroffen. «Das ist nicht das, was wir wollen. Es ist aber auch nicht das, was sie wollen», sagt Raphael Wicky klar.

Der Trainer will die Ineffizienz vor dem Tor aber nicht nur auf seine Stürmer schieben. «Es kann auch einmal ein Tor vom Mittelfeld her kommen, oder ein Verteidiger schiesst.»

Viel Zeit um das Toreschiessen zu trainieren, hatte der FC Basel nicht. Zwischen dem Luzern-Spiel und dem heutigen Duell gegen Lausanne lagen nur zwei Tage. «Es geht sowieso primär darum, sich mental auszuruhen und auch physisch.» Dass es nicht zu vielen Trainingseinheiten zwischen den beiden Spielen kam, stört den Trainer deshalb weniger. Er habe viel mit seiner Mannschaft gesprochen, sei aber nie laut geworden. «Das bin nicht ich.» Aber er redet Klartext intern, gibt seinen Spielern aber gleichzeitig das Vertrauen, dass sie brauchen um wieder Tore zu schiessen – um wieder zu gewinnen.

Der Trainer möchte auch keinen Angsthasen-Fussball spielen lassen. Spieler wie Samuele Campo, welcher am Sonntag in Luzern in der Startelf stand, sollen weiterhin versuchen, ihre Kreativität auszuspielen. «Dann ist da halt mal ein Risiko-Pass zu viel dabei, aber die Spieler, die das können, sollen das auch machen. Diese Freiheit haben sie», meint Wicky.

Dünnbesetzte Abwehr

Beim heutigen Spiel muss Trainer Raphael Wicky auf Captain Marek Suchy verzichten. Der Tscheche ist nach der roten Karte am Sonntag in Luzern gesperrt. In der Abwehr ebenfalls nicht zum Einsatz kommen werden Eder Balanta, der sich immer noch mit Muskelbeschwerden rumplagt, und Raoul Petretta, der heute zwar wieder Lauftraining gemacht hat, aber noch nicht einsatzbereit ist.

Dafür ist Valentin Stocker wieder im Mannschaftstraining dabei und dürfte heute einsatzfähig sein.

Details zum Spiel

Lausanne-Sport – Basel (Direktbegegnungen der Hinrunde: 2:1, 1:4). – Mittwoch, 18.45 Uhr. – SR Erlachner. – Absenzen: Manière, Zarate und Dominguez (alle verletzt); Suchy (gesperrt), Petretta, Balanta und Callà (alle verletzt). – Statistik: Gegen wen, wenn nicht gegen das darbende Lausanne, soll der FC Basel in die Spur zurückfinden. Die Waadtländer holten aus den letzten fünf Spielen mit 4:13 Toren nur einen Punkt (0:0 bei GC). Basel siegte Anfang Dezember in einer noch wesentlich besseren Phase in Lausanne 4:1. Von vier Toren in einem Spiel kann Trainer Raphael Wicky im neuen Jahr nur träumen. In den Spielen gegen Lugano, Thun, St. Gallen und Luzern brachten die Basler lediglich zwei Tore zustande – beim 2:0 in Thun. Andererseits gaben sie in 18 Duellen mit den Waadtländern seit deren Wiederaufstieg 2011 nur vier Punkte ab, drei davon bei der 1:2-Heimniederlage letzten September.

Telebasel tickert für Sie das Spiel FC Lausanne-Sport gegen den FC Basel ab 18:45 Uhr live. 

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