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Der Telebasel News Beitrag vom 14. März 2018.

Basel

Bordell-Zoff geht in die nächste Runde

201 Anwohner des umstrittenen Sauna-Clubs an der Amerbachstrasse fordern per Unterschriftensammlung deren Schliessung. Ein Rekurs des Bordells ist noch hängig.

Die Anwohner des Saunaclubs FKK Basel sind sauer. Nächtliche Lärmbelästigung und Spuren von Erbrochenem vor ihrer Haustüre seien immer noch ein Problem. Dies, obwohl der Clubbetreiber das Gegenteil behauptete, heisst es in einer Medienmitteilung. 201 Unterschriften der Anwohner soll auf das andauernde Problem aufmerksam machen und die behördliche Schliessung vorantreiben.

Bordell trotz Verbot

Eigentlich hätte dem bunten Treiben an der Amerbachstrasse 45 bereits am 1. September 2017 ein Ende gesetzt werden sollen. Ein Baugesuch des Betreibers den Fitnessclub zu einem Bordell umzunutzen, lehnte das Bau- und Gewerbeinspektorat ab. Weil FKK Basel ein Rekurs einreichte, bleibt der definitive Entscheid jedoch weiterhin offen. So auch das Bordell. Zurecht, schreibt Andreas Noll, Anwalt von FKK Basel, auf Anfrage: «Der FKK Basel ist kein illegaler, sondern ein zonenkonformer Betrieb, der über eine reguläre Gastrobewilligung verfügt.»

Nun wurden aus der unmittelbaren Anwohnerschaft 201 Unterschriften gesammelt, um erneut auf ihr Problem hinzuweisen. Noll sagt auf Anfrage: «Der FKK Basel ist ein diskreter Betrieb, der keine Störung verursacht und das auch nicht möchte. So sind in den letzten Jahren keine Lärmklagen bei der Polizei eingegangen, obwohl dazu aufgerufen wurde.» Dem Widersprechen nun die direkt betroffenen Personen mittels Unterschrift. Das Problem sei immer noch vorhanden.

Konkurrenzkampf als Auslöser der Petition?

Markus Knöpfli, Ansprechperson der Anwohner, sagt gegenüber Telebasel, dass es immer noch Lärmbelästigung gebe. Die Bewohner würden sich unwohl fühlen. Dem widerspricht Noll «Die von ihm gesammelten 200 Unterschriften stammen von auf der Strasse aktiv angesprochenen Passanten und stehen im Widerspruch zu den lediglich 5 Parteien, welche sich am Rekursverfahren beteiligt haben.» Knöpfli erkläre sich die Passivität der Anwohner durch den langjährigen Prozess. Die Betroffenen daher auch nicht bei jeder Gelegenheit Anzeige erheben. Doch Noll gibt den Ball sogleich zurück. Markus Knöpfli würde nicht im Quartier wohnen. Daher sei es für Noll nicht klar, «ob hinter der Aktion nicht ein Konkurrenzbetrieb steckt. Am Rekursverfahren zur Verkürzung der Öffnungszeiten haben sich jedenfalls keine Anwohner mehr beteiligt.»

Markus Knöpfli, Initiant der Unterschriftensammlung:

(Video:Telebasel)

Der Saunaclub FKK Basel ist den Anwohnern schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Schlagzeilen machte vor acht Jahren ein Säure-Anschlag im Club. Ob ein Zusammenhang mit dem Widerstand der Anwohner bestand, ist jedoch nicht bekannt.

2 Kommentare

  1. Ich weiss im moment nich wie lange der club schon existiert aber sicher mal 9 oder 10 jahre und auf einmal ist es ein problem. Wahrscheinlich ist das eigene leben von den menschen im quatier so langweilig das sie sich an irgendwas aufhalten wollen. Die 200 unterschriften sind schon nen lacher wert, viel glück beim scheitern. 🙂Report

  2. Zwei Aussagen von Andreas Noll, Anwalt des FKK, kann ich so nicht stehen lassen. Er behauptet, ih wohne nicht im (Matthäus-)Quartier, zudem sei es nicht klar, «ob hinter der Aktion nicht ein Konkurrenzbetrieb steckt.” Ich verstehe auch nicht, weshalb TeleBasel diese Aussagen unwidersprochen lässt, hat es doch von mir dazu Stellungnahmen eingeholt.
    Ich halte deshalb klar fest: Ich wohne seit 1995 am Bläsiring, in der Nachbarstrasse des FKK Basel. Das lässt sich leicht nachprüfen. Wenn Herr Noll das Gegenteil behauptet, tut er dies wider besseres Wissen.
    Zudem habe ich nichts mit einem Konkurrenzbetrieb des FKK Basel zu tun, weder aktuell noch in der Vergangenheit. Ich bin weder finanziell noch geschäftlich bei einem solchen Betrieb beteiligt, noch habe ich ein Mandat oder einen Auftrag von einem solchen Betrieb oder dort beteiligten oder angestellten Personen. Ich vertrete auch keine Interessen eines solchen Betriebes noch stehe ich in familiärer, freundschaftlicher oder kollegialer Beziehung zu Personen, die an solchen Betrieben beteiligt sind. Wie Herr Noll auf diese verleumderische Unterstellung kommt, ist mir schleierhaft.Report

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