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Basel

«Endlich – das Warten ist vorbei»

Die NoBillag-Initiative scheitert vor dem Stimmvolk. Für Telebasel bedeutet das Aufatmen und Danke sagen – ein Kommentar von Chefredaktorin Karin Müller.

Das waren Tage und Wochen voller Werweissen für unsere Redaktion. Plan A, B, C auch für Telebasel. Bei einer Annahme der NoBillag-Initiative hätten wir als erstes das Programm radikal zusammenstreichen müssen. Ein Drittel unserer Einnahmen entstammt den Gebührensplitting-Gelder vom BAKOM.

Präsent ist uns das Ringen vor allem im Zusammenhang mit der NoBillag-Berichterstattung für eine ausgewogene Information. Immer bewusst, dass wir selber Player durch diese Vorlage sind. Dieses Ringen, diese Vorsicht muss weitergehen. Das sind wir allen schuldig, die ein «Nein» eingelegt haben.

Ich blicke in unsere Redaktion. Der Redaktionsleiter im blauen Hemd, die Onliner, die Fernseh-Journalisten sind alle draussen, im Haus treffen sich mitbetroffene Medienleute von Radio X oder dem Regionaljournal, um diesen Abstimmungssonntag miteinander zu erleben. Erleichterung macht sich bemerkbar. Wir können weiterarbeiten.

Ein grosses Dankeschön

Vielen Dank allen, die auch Telebasel mit einem «Nein» unterstützt haben, die sich in letzter Minute, immer oder immer wieder dafür eingesetzt haben, dass nicht mit einem radikalen Schnitt die Schweizer Medienwelt auf Feld Fragezeichen geschoben wurde, dass sich gebührenfinanzierte oder -teilfinanzierte Medien nun zeigen können, als Medien, die etwas gelernt haben. Gelernt? Keine Arroganz, ausgewogen, sachlich, keine Tendenz und wenn, dann nur im Kommentar, gekennzeichnet, transparent.

Das sind die Kriterien, die uns täglich beschäftigt haben und weiter beschäftigen werden. Journalismus ist keine exakte Wissenschaft. Plus, minus, schwarz, weiss – das gibt es bei den Fakten. Die jeweilige Einordnung hat keine klare Trennschärfe. Das heisst, die Tendenz, das Vermischen von Meinung und Fakten darf meiner Meinung nach nie sein.

Und die SRG? Grosse Frage, wir sind gespannt. Falsch wäre es, sämtlichen Reformwillen auf Eis zu legen. Ein starkes Zeichen wäre jetzt von Vorteil. Medienprodukte werden immer wie Fussball oder Wein sein. Alle haben eine Meinung, nie wird eine einhellige Meinung Vorrang haben. Auch hier gilt: täglicher Kampf für Fakten, Relevanz, Reichweiten und auch Unterhaltung. Auch hier gilt es konzentriert weiterzuarbeiten.

Es ist vorbei, das Warten auf die Abstimmungsresultate. Die verantwortungsbewusste Medienarbeit für gebührenfinanzierte Medien oder teilfinanzierte Medien, wie Telebasel eines davon ist, diese Arbeit geht jetzt weiter. Noch präziser wie vorher. Mit hoffentlich Ihrer Aufmerksamkeit.

Nochmals herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Ihr Team Telebasel

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