Das Betäubungsmittelverzeichnis ist um 19 Einzelsubstanzen erweitert worden. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Neue synthetische Drogen bergen unbekannte Risiken

Das Betäubungsmittelverzeichnis ist um 19 Einzelsubstanzen erweitert worden. Seit Dezember 2011 wurden damit 207 Einzelsubstanzen und neun Gruppen in das Verzeichnis aufgenommen, um die Verbreitung neuer psychoaktiver Substanzen auf dem Schwarzmarkt zu bekämpfen.

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) weist in einer Mitteilung vom Donnerstag, 1. März, darauf hin, dass die Risiken neuer synthetischer Drogen für Konsumentinnen und Konsumenten nicht kalkulierbar seien.

Sie stellten ein Gesundheitsrisiko dar. Wechselwirkungen, Toxizität bei wiederholter Einnahme oder Abhängigkeitspotenzial seien meistens nicht bekannt. Wegen der vergleichbaren Struktur mit Substanzen, die bereits unter Kontrolle stünden, könne aber von einem Abhängigkeits- und Missbrauchspotenzial ausgegangen werden. Zum Teil sei die missbräuchliche Verwendung als Designer-Drogen in der Schweiz bereits festgestellt worden.

Neue psychoaktive Substanzen (NPS) sind betäubungsmittelähnlich wirkende, synthetische Stoffe. Sie werden auch als «Legal Highs», «Designer-Drogen» oder «Research Chemicals» bezeichnet. Die Substanzen werden in erster Linie als vermeintlich legale Rauschmittel vermarktet, da sie noch nicht in die Betäubungsmittelverzeichnisse aufgenommen worden sind.

(sda)

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