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Fasnachts Comité-Mitglied André Schaad über die Digitalisierung der Fasnacht. (Video: Telebasel)

Basel

«Wie die alti Fasnacht»

Die Fasnacht fand in diesem Jahr so stark im Internet statt wie noch nie. Bilder, Videos und Live-Streams kommen neben den Medien auch von Besuchern. Ein offizieller Auftritt vom Comité in den Sozialen Medien fehlt jedoch.

Es war eines der grossen Themen an der Fasnacht 2018 – die Digitalisierung. «Höhepunkt bezüglich Digitalisierung war die Laterne der Revoluzzer», sagt Comité-Mann André Schaad sichtlich beeindruckt. Doch in Sache digitalem Auftritt hinkt das Comité noch hinterher – quasi wie «die alti Fasnacht». Ein eher mässiger Internetauftritt ist alles, was die Organisatoren des Cortèges ausweisen können. Bis jetzt. Das könnte sich nämlich bald ändern.

Perfekt in Szene gesetzt: «S Digital isch scheen, juheh!»

Die Laterne der Revoluzzer. (Video: Telebasel)

Auf dem Weg in die digitale Welt?

Es sei ein bewusster Entscheid des Fasnachts-Comités, in den Sozialen Medien nicht aktiv zu sein. Zumindest im Moment. Denn die Kommunikation sei intern ein Thema. «Also wie treten wir nach aussen auf? Früher war das der Obmann. Mittlerweile ist das ein richtiger Job. Da braucht es auch Leute, welche im Umgang mit den Medien und der Öffentlichkeitsarbeit Erfahrung haben», sagt Schaad. In diesem Zuge könnte das sehr wohl ein Thema werden. Denn die Befürchtung Schaads ist, dass das Comité ohne eine zeitgemässe Kommunikation die Stimme nach aussen verlieren würde.

Fasnacht in der digitalen Welt angekommen

Aber auch ohne das Comité ist die Fasnacht längst in der digitalen Welt angekommen. Mark Zuckerberg hatte wohl noch nie so viel mit Streams zum Thema Fasnacht zu tun, wie während den «drey scheenschte Dääg» 2018. Beinahe jede Clique präsentierte sich auf Facebook. Mehr noch, jeden Schritt konnte vom interessierten User verfolgt werden. Die Fasnachtsgesellschaft Seibi Basel 1933 etwa löste dank ihrer Community sogar einen mysteriösen Diebstahl.

Und auch Basel Tourismus setzt auf das Unesco-Weltkulturerbe für ihre Vermarktung. Morgestraich, Cortège und Gässle – alles live auf Facebook. Die Touristen sollen sehen, wie schön es in Basel ist.

Auch der Kanton Basel-Stadt Kantons Basel-Stadt hat die Wirkung von seichten Posts bereits auf dem offiziellen Facebook-Account bereits entdeckt und verkündet, dass «d’Schwätzer», das bunt gemischte Grüppchen aus Grossräten, wieder auf der Gass ist. Politik wird sympathisch, dank der Fasnacht und: dank den Sozialen Medien.

Aber nicht nur offizielle Kanäle posten fleissig Inhalte von der Fasnacht und sammeln so viele Likes, wie sie es das ganze Jahr nicht mehr tun werden. Auch Privatpersonen filmen und fotografieren wohl mehr, als sie selber real überhaupt wahrnehmen.

Am Morgestraich wird das Phänomen denn auch sichtbar. Dann, wenn die Lichter gelöscht werden und nur noch die Displays der Handys die idyllische Dunkelheit erhellten. «Diese stören zum Glück etwas weniger, als die Blitzlichter», sagt Schaad. Schade sei es aber trotzdem. Denn die Fasnacht sei zum Geniessen da und als Erinnerung und nicht als «Youtube-Clip» zu konservieren.

Vorfreude vermiesen

Zwar begrüsst das Comité die starke Präsenz in der virtuellen Welt, sieht aber auch Gefahren für den Reiz der Fasnacht. «Es ist natürlich ein anderer Eindruck, wenn man das auf der Strasse sieht», sagt Schaad. Dies könne dazu führen, dass die Vorfreude auf die «richtige, reale» Fasnacht etwas gedämpft wird. «Ich selber versuche so wenig wie möglich Dinge anzuschauen, welche ich an der Fasnacht sehen will.»

Querschnitt Basler Fasnacht 2018

Noch einmal staunen, lachen und das Beste der ‹drey scheenschte Dääg› geniessen, können Sie beim Querschnitt durch die Basler Fasnacht 2018.

Am Samstag, 24. Februar von 20:15 Uhr bis 21:45 Uhr.

Wiederholung: 24. Februar um 22:15 Uhr; 25. Februar um 00:15 Uhr, 2:15 Uhr, 4:15 Uhr, 6:15 Uhr, 8:15 Uhr, 10:50 Uhr, 12:15 Uhr, 14:15 Uhr, 16:15 Uhr; 25. Februar um 20:15 Uhr, 22:15 Uhr; 26. Februar um 00:15 Uhr, 2:15 Uhr, 4:15 Uhr, 6:15 Uhr, 8:15 Uhr, 10:15 Uhr, 12:15 Uhr, 14:15 Uhr, 16:15 Uhr; 3. März um 20:15 Uhr, 22:15 Uhr, 00:15 Uhr, 2:15 Uhr, 4:15 Uhr, 6:15 Uhr, 8:15 Uhr, 10:15 Uhr, 12:15 Uhr, 14:15 Uhr.

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