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Der Telebasel News Beitrag vom 18. Februar 2018.

Basel

Rotstab-Austritt war eine Fake-Ankündigung

Keine Angst, die Rotstab-Clique Liestal denkt nicht ans Aufhören. Pünktlich zum Umzug enthüllen die Fasnächtler, dass ihre Drohung, das Handtuch zu werfen, bloss ein Sujet ist. Vieles davon, also der Missmut über die Rambazamba-Fasnacht, ist aber ernst gemeint.

Es war ein Paukenschlag, der im Januar die Liestaler aufschrecke: Ausgerechnet das fasnächtliche Urgestein will nach 88 Jahren den Bettel hinschmeissen. Der Grund: Die Entwicklung hin zum Party-Event verunmögliche es den Tambouren und Pfeifern immer mehr, im Stedtli zu gässeln.

Damit gelang es den Rotstäblern sowohl besorgten Fasnächtlern wie auch den Medien einen Bären aufzubinden. «Nein, wir werden weiterhin Fasnacht machen – das war ein Scherz, das ist unser Sujet», versichert der Cliquen-Vizepräsident Stefan Juchli mit einem Lächeln.

Basler wollten Liestaler bei sich aufnehmen

Die Reaktionen auf den angeblichen Austritt seien gewaltig gewesen. So sollen gar Basler Cliquen den Liestaler Kollegen angeboten haben, sie bei sich aufzunehmen. So weit wird es zum Glück nicht kommen. Dennoch gab es in diesem Bluff einen Funken Wahrheit. Der «Zeedel» der Rotstab-Clique mit dem Titel Fake News macht’s deutlich:

Au wenn das Ganze Fake gsy isch, 

d’ Diskussion isch somit nid vom Tisch

Und vo de Reaktione hei mr chönne uuseghöre

dass gwüssi Sache nit nur eus düend störe

Unmut über Scheiaweia

Somit wollten die Rotstäbler ein Zeichen setzen. Dass an der Baselbieter Fasnacht vermehrt Après-Ski-Sausen mit Lautsprecherwagen und Wodka-Schwemme den Tambouren und Pfeifern im Weg stehen, wollten sie einmal kritisch beleuchten. Daher waren auch die Klagen darüber, dass das Partyvolk die Cliquen bisweilen nicht mehr passieren lässt oder gar anpöbelt, durchaus ernst gemeint.

«Das Sujet bekam so viel Aufmerksamkeit, weil eben ein Grossteil davon wahr ist. Wir haben in Liestal zunehmend Mühe», sagt Stefan Juchli. Somit ist der Knatsch Party- versus traditionelle Fasnacht auf dem Land, den der  Telebasel-Report vom 31. Januar aufgriff, trotz Fake News ein Thema bei den Rotstäblern.

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