Alle Termine rund um die Basler Fasnacht 2018. (Bild: Keystone)

Basel

Was, wo und wann an der Basler Fasnacht

Bald ist es soweit und Basel befindet sich für drei Tage im Ausnahmezustand. Telebasel verschafft Ihnen einen Überblick über «die drey scheenschte Dääg».

«D Boscht goot ab» in Basel. Vom Montagmorgen um vier, bis am Donnerstagmorgen zieht die Basler Fasnacht wieder tausende Besucher an. Damit Sie sich auch optimal zurecht finden, auch einmal in den Genuss eines Guggen-Platzkonzerts kommen oder Ihren Hunger mit den beliebten Kalbsläberli vom «Seppetoni» stillen können, hier eine Übersicht über «die drey scheenschte Dääg».

Morgestraich

Das oberste Gebot am Morgestraich heisst: Licht aus! Fotografieren oder Filmen mit Blitz ist ein No-Go. Wichtig ist aber auch, sich nicht erst in der letzten Minute einen Platz zu suchen. Vor allem an den Hotspots Barfi und Marktplatz herrscht an diesem besonderen Ereignis jeweils grosses Gedränge. Wer am Morgestraich einen Rundumblick geniessen möchte, positioniert sich am besten am Marktplatz.

Danach lohnt es sich, auch einmal durch die kleinen Gassen zu schlendern. Denn auch dort herrscht jeweils eine ganz besondere Stimmung. Wer den Trubel mag, begibt sich ins fasnächtliche «Bermuda-Dreieck» am Rümelinsplatz.

Immer ein Highlight: der Morgestraich. (Bild: Keystone) 

Der Cortège

Cliquen, Guggen, Waggiswagen und Chaisen – der Cortège verzaubert die Basler und alle Angereisten am Fasnachtsmontag und -mittwoch. Die Top-Sujets sind das düstere Weltgeschehen mit Unter-Themen wie «Es heerscht e Bombestimmig», «Oobeland first» und «Risiko – d Wält stoot uff em Spiil».

Die 3er-Tramlinie ist vor allem bei Wagencliquen beliebt und auch Insektenfood sei als Sujet vertreten: «Mit Insäggten uf em Däller, lauffsch nid besser, aber schnäller».

Der Cortège beginnt am Montag- und Mittwochnachmittag jeweils um 13:30 Uhr und dauert bis in den frühen Abend. Im Anschluss daran wird in der ganzen Stadt «gässlet».

Ingesamt 470 Einheiten nehmen in diesem Jahr an der Basler Fasnacht teil, das geht aus der Fasnachts-Statistik im Rädäbäng hervor. Davon gehören 191 Einheiten in die Kategorie Cliquen. Ausserdem sorgen 120 Wagen und 61 Guggen für Unterhaltung.

Je nach Wetter herrscht auch am Cortège viel Gedränge. Insbesondere auf der Wettstein- und der Mittleren Brücke tummeln sich meist viele Leute. Ein Überqueren kann manchmal eine Weile dauern. Wer möglichst viel sehen möchte, stellt sich am Nachmittag am besten entlang der inneren oder äusseren Route auf. Hier ist bestimmt auch der Barfi ein guter Spot.

Am Abend lohnt es sich, auch einen Abstecher in die Gassen zu wagen. Dann ist nämlich «gässle» angesagt und die Cliquen suchen sich jeweils die unterschiedlichsten Wege durch die Basler Innenstadt.

Wer die Fasnacht hautnah erleben möchte, begibt sich auch am Abend oder in der Nacht ins «Bermuda-Dreieck» am Rümelinsplatz. Dort herrscht ein Kommen und Gehen der Cliquen und der Schnabel oder das Hotel Basel sind beliebte Treffpunkte vieler Fasnächtler.

Guggenkonzerte

Am Dienstagabend ist die Innenstadt für die Guggen reserviert. Auf dem Barfüsserplatz, dem Marktplatz und dem Claraplatz «schränzen» zahlreiche Guggen. Das Ganze beginnt mit dem Sternmarsch um 18:30 Uhr auf dem Messeplatz. Via Clarastrasse, Mittlere Brücke und Marktplatz begeben sich die Guggenmusiken zu den Tribünen auf den genannten Plätzen, um dort ihre Stücke zu spielen. Wer, wann und wo spielt, sehen Sie hier.

Die «Schänzli Fäger» am Guggenkonzert 2016. (Video: Telebasel)

Aber nicht nur an den grossen Konzerten, können Besucherinnen und Besucher die Guggenklänge geniessen. An diversen Platzkonzerten geben die Guggen ihr Können zum Besten. Diese Auftritte können eigentlich überall stattfinden. Beliebte Orte sind aber die Treppe neben dem Café Huguenin, bei der Hauptpost oder in der Umgebung vom Coop City. Das «Bermuda Dreieck» meiden die Guggen. Wer tanzen möchte, sollte sich aber auch einmal ins Kleinbasel wagen.

Laternen, Requisiten und Chaisen

Die leuchtenden Laternen sind immer ein Highlight an der Basler Fasnacht. Wer sich die Kunstwerke in Ruhe anschauen möchte, hat jeweils am Fasnachtsdienstag Zeit dafür. Dann findet nämlich auf dem Münsterplatz die Laternen-Ausstellung statt. Sie dauert vom Montagabend bis Mittwochmorgen. Zu dieser Zeit ist der Münsterplatz auch Treffpunkt vieler aktiver Fasnächtler.

Auch die Laternen-Ausstellung auf dem Münsterplatz ist ein Highlight. (Bild: Telebasel) 

Aber auch die aufwändig gebauten Waggis-Wagen und Requisiten bekommen jedes Jahr ihre Plattform. Auf dem Kasernenplatz findet die zwölfte Wagen- und Requisiten-Ausstellung statt. Von Montagabend bis Mittwochmorgen stehen auch diese Kunstwerke zum Bestaunen auf dem Platz. Von den einzelnen Cliquen wird jeweils ein Rahmenprogramm bestritten. Kinder bekommen Räppli oder dürfen mit einem Waggis-Kinderwagen eine Runde im Kleinbasel drehen.

Auch die Chaisen kommen an der diesjährigen Fasnacht nicht zu kurz. Wie es seit Jahren für Laternen, Wagen und Requisiten möglich ist, findet am Fasnachtsmittwoch um etwa 17:30 Uhr vor dem Hotel Les Trois Rois die «Schääsede 2018» statt. Dort haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die Kutschen und Kostüme aus der Nähe zu betrachten.

Schnitzelbängg

Wie Räppli, Cliquen und Guggen gehören auch Schnitzelbängg wie das Amen in der Kirche zu den «drey scheenschte Dääg». Hier wird unterschieden zwischen:

  • Comité-Bängg (CB)
  • Basler Schnitzelbangg Gesellschaft (BSG)
  • Verainigty Schnitzelbangg-Gesellschaft (VSG)
  • Bängg fir Basel (BfB)
  • Bebbi-Bängg (BB)

Das Kohlmanns, der Löwenzorn, das Atlantis, das Volkshaus oder die Schlüssel-Zunft sind nur ein paar wenige der Orte, an denen die bissigen Bängge ans Publikum gebracht werden. Hier gibt’s alle Auftrittsorte.

Wer kein Ticket für einen begehrten Schnitzelbangg-Abend ergattern konnte, kann sein Glück auch in einem Cliquen-Keller versuchen. Beispielsweise im Schotte-Keller schaut auch der eine oder andere Bangg vorbei.

«D’Schnaabelwetzer» aus dem Jahr 2015. (Bild: Keystone)

Die Verpflegung

Solch ein Tag an der Basler Fasnacht macht auch hungrig. Mehlsuppe und Käsewähe sind klassische Speisen an den «drey scheenschte Dääg», aber auch sonst werden Besucherinnen und Besucher in der ganzen Stadt gut versorgt.

Neben Bratwurst und Klöpfer bei Jenzer sind auch Käseschnitten ein beliebter Fasnachts-Snack. Sie sind am Stand auf dem Rümelinsplatz zu kriegen. Gleich in der Nähe findet sich auch ein weiterer Klassiker: die Kalbsläberli vom Seppetoni vor dem Hotel Basel.

Party

Obwohl die Basler Fasnacht gemeinhin weniger als Party-Fasnacht gilt, lässt es sich auch hier ordentlich feiern. Für viele ist es schon Tradition, in der Nacht auf den Montag gar nicht zu schlafen, sondern gleich in den Morgestraich hineinzufeiern.

Während den «drey scheenschte Dääg» finden Party-Freunde im Unternehmen Mitte, in der Fechthalle beim Theater, oder zum Beispiel im Breo Keller, was sie suchen. Erstere Lokalität trumpft auch ab und zu mit kleineren Guggenkonzerten auf.

265 Stunden Fasnacht pur auf Telebasel: Sie sehen alle Bilder, alle Übertragungen, alles, was die Region während der Fasnachtszeit bewegt. Hier finden Sie das komplette Fasnachts-Programm.

Ko

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