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Der Telebasel News-Beitrag vom 14. Februar 2018.

Basel

Darf man als Waggis noch Frauen stopfen?

Die #MeToo-Debatte erreicht die Basler Fasnacht: Darf ein Waggis noch eine Frau mit Räppli stopfen oder ist das schon sexuelle Belästigung? Vier Basler Frauenrechtlerinnen und Feministinnen beziehen Stellung.

«Und??», schnauzt die strenge Fasnachtspolizistin im Nazi-Mantel die eingeschüchterte Zeugin an. «S’isch schwierig..», flüstert diese zurück.

Das Rahmenstück im diesjährigen «Pfyfferli» beschäftigt sich genau mit der Frage, wie weit ein Waggis beim Räpplistopfen gehen darf. Total verbissen sucht die Fasnachtspolizistin nach einem Opfer, um den bösen Waggis seines Sex-Verbrechens zu überführen:

Stopfen ist nicht gleich stopfen

Ist das Stopfen mit Räppli denn nun schon sexuelle Belästigung oder nicht? Und sollte es verboten werden? Leila Straumann, Leiterin der Abteilung Gleichstellung beim Kanton Basel-Stadt, meint: «Auch während der Fasnacht gelten keine Ausnahmeregelungen in Bezug auf die körperliche Integrität. So sollte das Stopfen nicht zwecks unerwünschtem Berühren mit sexuellem Kontext missbraucht werden.»

Die Basler SP-Ständerätin Anita Fetz meint: «Fasnacht und Kunst sollen frei sein. Deshalb gibt es keinen Grund den Waggis Vorschriften zu machen.» Doch nicht alle angefragten Frauen sehen das genau gleich klar (siehe Bildstrecke).

2 Kommentare

  1. Ich bin der Meinung dass Tradition bewahrt werden sollte! Das es dabei aber benimm Regeln gibt, welche jederzeit und egal zu welchem Anlass ganz klar gelten und einzuhalten sind, sollte eigentlich keine Frage sein.Report

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