US-Aussenminister Rex Tillerson erhebt Vorwürfe gegen die Türkei. (Bild: Keystone)

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Tillerson erhebt Vorwürfe gegen Türkei

US-Aussenminister Rex Tillerson hat die Militäroffensive der Türkei in der nordwestsyrischen Region Afrin gegen kurdische Einheiten als schädlich für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnet. Er sagte dies in Kuwait-Stadt am Rande einer Hilfskonferenz für den Wiederaufbau des Iraks.

Die von der Türkei in der nordwestsyrischen Region Afrin attackierten kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) sind ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen den IS im Osten Syriens. «Streitkräfte sind von dort nach Afrin verlagert worden», sagte der US-Aussenminister.

Türkische Regierung droht

Die Türkei hatte die USA wiederholt dazu aufgefordert, ihre Zusammenarbeit mit der YPG einzustellen. Ankara sieht die YPG als einen Ableger der in ihrem Land verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Am Sonntag hatte die türkische Regierung gedroht, ihre Operation gegen die YPG nach Osten hin auszuweiten.

Tillerson will am Donnerstag nach Ankara reisen, um das künftige Vorgehen zu besprechen. Die Türkei müsse sich klar darüber sein, welche Auswirkungen ihre Militäroffensive auf «unsere wichtigste Aufgabe, den Sieg über den IS», habe.

(sda afp)

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