Roger Federer am Australian Open in Melbourne am 28. Januar 2018 (Bild: Keystone).

Basel

Roger Federer-Arena: Bernasconi hat völlig recht

FDP-Grossrätin Martina Bernasconi fordert in einem Vorstoss, die Basler Regierung solle prüfen, ob die St. Jakobshalle in Roger Federer-Arena umgetauft werden solle.

Roger Federer ist ein Tennisspieler, wie ihn die Region alle paar Jahre hervorbringt, und somit nicht der besonderen Erwähnung wert: Wer so denkt, soll das bitte laut und öffentlich sagen. Alle Fachleute werden widersprechen: Federer ist eine globale Jahrhunderterscheinung.

Es sollen bitte alle die Hand heben, denen der Name St. Jakob inhaltlich mehr sagt als der Name Roger Federer. Mir nicht: Ich musste googeln, um herauszufinden, was da vor Jahrhunderten genau gewesen sein soll.

Alle die sollen ebenfalls die Hand heben, die meinen, dass Roger Federer keinerlei Inspiration und keinen positiven Anstoss für die Kinder und Jugendlichen in unserer Region sein könne. Ich nicht: Ich glaube, es kann derzeit keinen besseren Sport-, Fitness- und Fairness-Ansporn geben als Federer.

Der einzige Basler auf der Weltbühne

Könnten wir dies einfacher würdigen und nutzen, als mit der Roger Federer-Arena, die unsere Kinder betreten, um zu sporteln, und an der man mit dem 14er-Trämli vorbei fährt?

Auch diejenigen sollen bitte die Hand heben, die der Meinung sind, dass der Name Roger Federer nichts mit unserer Region zu tun habe und ergo keinerlei Botschafter-Qualitäten für uns beinhalte. Lächerlich! Federer ist seit Jahren der einzige Basler auf der Weltbühne. Vor zwei Wochen hat jeder siebte Mensch auf der Welt seinem 20. Grand -Slam-Triumph zugeschaut.

Und in 200 Millionen Haushalten in aller Welt lief das Badminton Turnier 2017 in der St. Jakobshalle. Man muss kein PR-Profi sein, um sich auszurechnen, welche Assoziationsketten dabei ausgelöst worden wären, wenn die Moderatoren jeweils von der Roger Federer-Arena in Basel geredet hätten.

Wer sowas nicht wenigstens auf Chancen hin prüft, hat unsere Zeit nicht verstanden. Und wer nun sagt, Federer zahle ja gar keine Steuern hier, erst recht nicht.

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