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Der Telebasel Talk vom 12. Februar 2018 mit Martina Bernasconi.

Basel

«Ich fordere die Roger Federer-Arena»

«Sein Name wird mittlerweile gleichgesetzt mit Legenden wie Muhammed Ali, Jesse Owens oder Pelé», schreibt Martina Bernasconi in ihrem Vorstoss. Forderung: Die Joggeli-Halle soll nach dem grössten Tennis-Spieler der Welt benannt werden.

Schon 2012 schlugen die Roger Federer-Arena-Befürworter den Ball: Die Region soll die Joggeli-Halle nach dem wahrscheinlich weltbesten Tennis-Spieler und Münchensteiner Roger Federer benennen. Fans jubelten. Aber Martina Bernasconis (damals GLP) Vorstoss-Service wurde von einer Mehrheit abgeschmettert.

Sechs Jahre später: Bernasconi serviert jetzt erneut. Diesmal mit mehr Fangeschrei im Rücken. Dank ihrer neuen Partei (FDP) kann sie auf mehr Rückhalt spekulieren.

Roger Federer erstaunt die Welt

Mit seinem aktuellen Comeback hat der 36-jährige Roger Federer – hier ist die Formulierung mal erlaubt – die ganze Welt in Staunen versetzt. Gerade eben hat er seinen 20. Grand Slam-Pokal in die Vitrine gestellt – so viel wie keiner. Überhaupt: Er war 302 Wochen lang die Nummer 1 der Weltrangliste – so lang wie keiner. Und gerade jetzt könnte er wieder Nummer 1 werden. Der Aufstieg liegt in Griffweite. Damit wäre er die an Jahren älteste Nummer 1 ever.

Arthur Cohn und Thomas Weber

Vor einem Jahr hatte der Basler Oscar-Preisträger Arthur Cohn die Federer-Arena gefordert. Jetzt will sich auch der Baselbieter Regierungsrat Thomas Weber dafür einsetzen. Das «würde der Reputation der Region als Wirtschaftsstandort zweifellos dienen», sagte er der bz. Eine – natürlich nicht repräsentative – Spontan-Umfrage auf www.telebasel.ch lässt annehmen: Baslerinnen und Basler finden Bernasconis Aufschlag für eine Roger Federer-Arena super. Und zwei Drittel befürworteten bei einer Click-Umfrage eine Federer-Arena.

Conradin Cramer und das Geld

Diese Indizien wischt aber der Mann weg, der das Sagen hat: Conradin Cramer, Regierungsrat LDP BS. Cramer zur bz: «Eine Umbenennung der St. Jakobshalle würde eine breite politische Abstützung voraussetzen. Diese besteht meiner Meinung nach nicht.»

Aber vielleicht geht es ja gar nicht darum, was die Leute wollen. Sondern wie man mit der Halle Geld machen kann. So habe Cramer selber den Ball ins Regierungsratszimmer geschlagen, man könne doch die St. Jakobshalle nach dem Namen einer Firma benennen, die dafür zahlt. Ob für diese Idee eine «breite politische Abstützung» zu finden wäre?

Im Talk FDP-Grossrätin Martina Bernasconi.

1 Kommentar

  1. Warum soll die Joggeli-Halli zur Federer-Arena werden?

    Damit Ihr glauben könnt, etwas von dessen “Glämmer” fällt auf Euch. Natürlich, das ist der Grund.

    Man müsste Federer schon irgendwo dankbar sein, wenn man dies will und das sind die meisten, immerhin wohnt er ja jetzt in der Schweiz und nicht mehr in Dubai??? und zahlt vielleicht ein bisschen Steuern. Allerdings hat er ja auch eine Stiftung gegründet, für die Armen in Afrika oder so, die nichts davon haben. Aber, so eine Stiftung, so eine allgemeine Stiftung ist dann ja steuerbefreit. Das ist eine sehr elegante, von jedem Idioten bewunderte, soziale Einrichtung.

    Der Glämmer, den Ihr Euch erhöfft, möge Euch erdrücken.Report

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