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Der Telebasel News Beitrag vom 12. Februar 2018. (Video: Telebasel)

Baselland

Die Seltisberger haben die Nase voll

In Seltisberg häufen sich seit Anfang Jahr die Reklamationen wegen Pferdemist. Dieser liege mitten auf Quartierstrassen und manchmal direkt vor Hauszugängen, wie Anwohner sagen.

Als Sofortmassnahme wurden deshalb im Gemeindeanzeiger die Pferdesportler dazu aufgefordert, den Pferdemist genauso zu entfernen, wie das die Hundehalter mit Hundekot machen müssen. Dies hat das Regionaljournal berichtet.

Auf Anfrage erklärt Gemeindeverwalterin Katharina Stein, dass trotz des Ärgers auf neue Reglemente verzichtet werden soll. «Wir appellieren wirklich nur an die Vernunft. Wir haben kein Polizeireglement und wir werden hier aufgrund dieser Tatsache auch nicht extra eines schaffen».

Der Artikel im Gemeindeanzeiger Seltisberg. (Bild: Telebasel)

In Seltisberg selber gäbe es nur acht Pferde, sagt Bernard Vollenweider, der selbst ein Pferd besitzt. Da die einheimischen Pferde in der Regel nur auf der weiten Hochebene ausgeritten werden, vermutet er, dass auswärtige Pferdehalter aus Bubendorf oder Lupsingen für die Verschmutzung der Quartierstrassen verantwortlich sind.

Katharina Stein bestätigt, dass es vor allem bei Strassen zu Reklamationen kam, die gerne von Reiterinnen und Reitern aus dem Umland genutzt werden, um auf den Seltisberg zu gelangen.

Gemeindeverwalterin Katharina Stein und Bernard Vollenweider vor dem Gemeindehaus in Seltisberg. (Bild: Telebasel)

Eine auswärtige Reiterin, die gerade vorbeikam, als das Telebasel Team in einer betroffenen Strasse vor Ort war, meinte zum Thema Aufputzen: «Mit der Kutsche würde ich es tun. Dann wären der Stall-Boy und der Besen dabei. Jetzt, wenn ich so reite, wird es etwas schwierig». Auch der Idee, später mit dem Auto nochmals vorbei zu kommen, um die Pferdeäpfel zu entfernen, konnte sie nichts abgewinnen.

Dass kaum ein Reiter nochmals zum Putzen zurückkäme, glaubt auch Bernard Vollenweider. «Deshalb muss man halt vielleicht eine Plastiktüte dabei haben. Und wenn es wirklich störend ist, dies wegmachen.»

Die Gemeinde hofft, dass die Pferdehalter mit dem Aufruf animiert werden, sich besser um die Sauberkeit zu kümmern. Weitere Massnahmen seien zur Zeit keine geplant. Sollte sich die Situation wider Erwarten aber verschlimmern, kann sich Katharina Stein vorstellen, direkten Kontakt zu auswärtigen Pferdeställen zu suchen.

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