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Der Telebasel Talk vom 05. Januar 2018

Baselland

Streiken die Baselbieter Lehrerinnen und Lehrer?

Die Baselbieter Lehrkräfte sind aufgebracht. Ihre Regierungsrätin Monica Gschwind will bei ihnen einen Leistungslohn durchsetzen. Treten die Lehrerinnen und Lehrer nun in einen Streik? Im Talk LVB-Vizepräsident Michael Weiss, ab 18.40 Uhr.

Bereits im letzten Jahr hatte die Baselbieter Regierung den Angestellten aus Spargründen den Lohn gekürzt. Nun will Finanzdirektor Anton Lauber einen Leistungslohn einführen: Ein Teil des Lohns soll von der Leistung der Kantonsangestellten abhängig sein. Davon sollen die Lehrkräfte nicht ausgenommen werden. In einem Kurzinterview mit der Amtlichen Kantonal Konferenz AKKBL, die 5’500 Lehrkräfte vertritt, sagte Anton Lauber: «Ja. Es geht um eine einheitliche kantonale Lösung. Daher werden auch die Lehrpersonen in das überarbeitete Lohnsystem überführt werden. Vor dem Hintergrund der Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden lässt es sich nicht rechtfertigen, dass die Lehrpersonen im heutigen System der Erfahrungsstufen bleiben.»

Gschwind will Leistungslohn durchsetzen

Die zuständige Bildungsdirektorin Monica Gschwind bekräftigte am 22. Januar 2018 Laubers Pläne: «Grundsätzlich fände ich es gut, wenn es auch bei Lehrerinnen und Lehrern eine gewisse Leistungskomponente im Lohn gäbe. Ohne die tausenden Lehrpersonen macht eine Änderung des Systems keinen Sinn.»

Bei den Lehrpersonen kommen diese Vorschläge schlecht an. Wie sollen die Leistungen gemessen werden? Beatrice Büschlen, Grüne Einwohnerrätin aus Binningen und Mitglied des Baselbieter Bildungsrats wurde von der BZ so zitiert: «Vielleicht zählen auch Likes von Eltern für eine A-Bewertung.»

Pfeifkonzert für Anton Lauber

Unter den Staatsangestellten herrscht länger schon Unmut über Lohn- und Rentenabbau sowie über angeblich mangelnde Wertschätzung. An einer Protest-Veranstaltung im letzten Herbst musste Finanzdirektor Anton Lauber ein Pfeifkonzert über sich ergehen lassen.

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