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Der Telebasel News Beitrag vom 3. Februar 2018.
Basel

«Die Stimmung ist sehr angespannt»

Die Situation in Syrien bleibt weiterhin angespannt, der Konflikt spitzt sich sogar zu. Telebasel hat den kurdischstämmigen Basler Mahir Kabakci getroffen und mit ihm über die Situation gesprochen.

In den letzten Wochen gab es in Basel mehrere Demonstrationen gegen das Vorgehen der Türkei gegen die Kurden in Syrien. Auch am Samstag, 3. Februar 2018 wurde zu einer Demonstration beim Claraplatz aufgerufen. Die Demonstration sei laut Basler Polizei friedlich verlaufen. Die Polizei habe zehn Personen angehalten. Diese hatten verdächtige Gegenstände mitgeführt oder sich nicht kooperativ verhalten. Die zehn angehaltenen Personen seien auf der Wache einer genaueren Kontrolle unterzogen worden und danach wieder entlassen worden.

(Video: Telebasel)

Vergangene Demonstrationen gab es beispielsweise am Montag, 22. und Dienstag, 23. Januar 2018 in der Schalterhalle des Bahnhof SBB, sowie am Montag, 29. Januar auf dem Barfüsserplaz. Mit Slogans wie «Mörder Erdogan», «Terrorist Erdogan! Hände weg von Efrîn / YPJ» und «Efrîn ist nicht allein» soll Aufmerksamkeit nach Syrien gehen, Telebasel berichtete. Das Kürzel YPJ (kurdisch Yekîneyên Parastina Jin) steht laut Wikipedia für die Frauenverteidigungseinheiten der bewaffneten kurdischen Miliz YPG in Syrien.

Efrîn, oder auch Afrin, ist eine Stadt im Nordwesten Syriens, die mehrheitlich von Kurden bewohnt wird und sich in einer kurdischen Enklave befindet. Unter der türkischen Operation «Olivenzweig» greift Erdogans Armee Efrîn an und das seit dem 20. Januar.

«Es braucht Diskussionen und Debatten»

Bereits seit rund sieben Jahren wird in Syrien an unterschiedlichen Fronten in einem Bürgerkrieg gekämpft. Eine der kämpfenden Gruppierungen ist die Kurdenmiliz YPG, die sich gemeinsam mit den USA gegen den IS einsetzte. Die Türkei geht nun aber gegen die YPG vor. In Syrien kämpft die Türkei «gegen den Terrorismus», aber laut einigen Menschenrechtsbeobachtern werden dabei sowohl Zivilisten als auch Kinder getötet.

«Man muss die beiden Länder wieder in so eine Situation bringen, in der man miteinander diskutieren und debattieren kann», erzählt Mahir Kabakci, ein Basler mit kurdischen Wurzeln. Er politisiert bei der SP Basel-Stadt und hat sich bereit erklärt, mit Telebasel über den Syrien-Konflikt zu sprechen.

«Die Stimmung seitens der Kurden ist sehr angespannt. Viele Kurden sind verzweifelt und man weiss nicht wie das Ganze weitergeht», so Kabakci.

Bereits mehr als 300 Festnahmen gab es in den letzten zwei Wochen in der Türkei, teilte das türkische Innenministerium mit. Es bleibt zu vermuten, dass diese Festnahmen im Zusammenhang mit negativen Äusserungen über die Angriffe in Efrîn stehen. Während sich in der Türkei die Situation zuspitzt und die Regierung die Kurden und die Erdogan-Gegner noch stärker als zuvor unter Druck setzt, erhitzen sich auch die Gemüter bei den vielen Türken und Kurden in Basel.

«Auf jeden Fall wäre es für die Kurden eine sehr grosse Hilfe, wenn man schon mal an den Demonstrationen teilnimmt und nicht als Kurde, sondern als Mensch zeigt, dass man gegen Krieg ist und man jegliche Art von Angriff nicht toleriert», erklärt Mahir Kabakci.

1 Kommentar

  1. Also, wenn der Mahir Kabakci sich als Mensch sieht und gegen Krieg ist u. jegliche Art von Angriff nicht toleriert. Dann frage ich mich zurecht, wo waren Sie u. Ihresgleichen in den letzten Jahren, als die kurdische Terrororganisation pkk in der Türkei blutige Anschläge verübte! Noch dazu kritisiere ich Deutschland und Frankreich (jetzt ist es mir mehr denn je klarer geworden warum) auf heftigste, für die Bau der unterirdischen Tunnels in der Näher der türkischen Grenze in den Döfern. Das haben die türkischen Sicherheitskräfte bei der Rückeroberung eines arabischen Dorfes endeckt. Wir wir alle wissen, wo kein Gesetz u. Ordnung herrscht, entstehen Schwarzmärkte. So ist es auch in der Stadt Afrin, allerdings wurde Afrin auch einer der grössten Drogenumschlagplatz in Nahen Osten geworden. Verborgen vor den Augen der Weltöffentlichkeit unter den Augen der kurdische Terrororganisation ypg/pyd, handelt man in Afrin mit Drogen. Bevor die Türkei an die Grenze zur syrien Mauer aufbaute, schmuggelten Drogenkurier über die Grenze Drogen bis zur türkischen Küstenstadt Adana. Wo es, von dort aus in alle Himmelsrichtungen verschifft wurden ist. Gel, dass wusstet Ihr nicht. Wartet ab und seht wenn Afrin von der türkischen Sicherheitskräften befreit bin. Dann man da viele Beweise finden.Report

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