(Screenshot: SRF)
Schweiz

SRF-Reporterin streichelt Federer

Nach seinem Sieg an den Australian Open umarmt eine SRF-Journalistin Roger Federer beim Interview und fährt ihm anschliessend mit der Hand über die Brust. Das bereut sie jetzt.

Sport-Journalisten kämpfen seit langem mit dem Stigma, eher Fans zu sein, als kritisch nachfragende Interviewer. Dieses Vorurteil erhält Dank einem Vorfall vom vergangen Wochenende wieder Aufwind. Als SRF-Reporterin Denise Langenegger Roger Federer nach dessen Sieg zum Interview empfängt, wird dieser mit einer herzlichen Umarmung, einer Streicheleinheit über die Brust und den Worten «Wow, unglaublich» empfangen.

Die Journalistin erklärt den Ausrutscher gegenüber dem «Tagesanzeiger» wie folgt: «Die Zuschauer in der Arena und auch die Organisatoren, Techniker und TV-Produzenten im Backstage-Bereich, wo das Interview stattfand, waren voller Freude und Emotionen». Da habe sie für einen kurzen Moment die journalistische Distanz verloren. «Das war ein Fehler», räumt sie ein.

Journalistische Distanz fehlte

Federer kenne sie von ihrer Arbeit. Seit mehr als 20 Jahren bewegt sie sich in Tenniskreisen, um darüber zu berichten, wohlgemerkt. Den Sport-Journalistinnen hat sie mit der Aktion keinen gefallen getan. Diese hätten jetzt schon mit Gender-Kilschees zu kämpfen.

Der Tagesanzeiger wirft im Interview mit der  Reporterin die Frage auf, ob  nicht Anschuldigungen von sexueller Belästigung laut würden, wenn Federer eine Frau und Sie ein Mann wäre? Langenegger wich der Frage aus und antwortete: «Ich habe die journalistische Distanz für einen Moment verloren. Das hätte nicht passieren dürfen.»

1 Kommentar

  1. Die Frage ist warum Frau Denise Langenegger extra nach Australien fliegt um Herr Federer vor Ort zu Gratulieren. Da sind doch schon 2 Reporter da….
    Ja für NoBillagReport

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