Auf dem Landhof-Areal soll ein Parkhaus entstehen. (Bild: IG-Quartierparking Landhof - Nein!)

Basel

Streit um Quartierparking Landhof

Auf dem Landhof-Areal soll ein Parking mit 200 neuen Parkplätzen für Pendler entstehen. Den Anwohner gefällt das gar nicht.

Geht es nach der Regierung ist das Parking unter dem Landhof beschlossene Sache, schreibt die «bzbasel». Die «Zum Greifen AG», welche die Ausschreibung gewonnen hatte, soll das Parking bauen und später dann als Betreiber fungieren. Danach soll sie dafür sorgen, dass die rund 200 Parkplätze nur von Quartierbewohnern benutzt werden, heisst es in der Zeitung. Viele Anwohner wollen dieses Parking aber scheinbar gar nicht. Mehr Verkehr im Quartier und Verlust von Lebensqualität, so die Befürchtungen.

Anwohner wehren sich

Demensprechend wehren sich jetzt die Anwohner. Die Intressensgemeinschaft (IG) «Nein zum Quartierparking Landhof» hat bereits über 800 Unterschriften gesammelt. «Es ist verkehrspolitischer und -planerischer Unsinn, führt zu mehr und nicht zu weniger Verkehr», schreibt die IG in einer Medienmitteilung. Die Gegner erwägen aber auch juristische Schritte gegen verschiedene Regierungsbeschlüsse, heisst es weiter. Sobald das Baugesuch vorliege, werde man Einsprache erheben, sagte der Kampagnenleiter Roberto Rivetti gegenüber der «bzbasel».

Kein vernünftiges Projekt

Die Regierung gehe aber von einer steigenden Nachfrage nach Parkplätzen aus. Und: Das Wettsteinquartier könne zusätzliche Parkplätze gebrauchen. Rivetti sieht das anders. In seinen Augen und jener der anderen IG-Mitglieder sei das Ganze kein vernünftiges Projekt. Das Problem: Vor allem in den verkehrstechnisch kritischen Tageszeiten besetzten vorwiegend Auswärtige die Parkplätze, heisst es in der «bzbasel» weiter. Pendler kämen bei einer grösseren Auswahl von Parkplätzen erst recht ins Quartier.

Es gab bereits drei Vorstösse zum Thema, ausserdem wartet noch eine politische Debatte. Die 1,7 Millionen Franken für das Projekt kämen laut der «bzbasel» aus dem Pendlerfonds, nicht aus der Staatskasse. Deshalb können die Gegner kein Referendum ergreifen. Laut Befürworter seien sowieso schon 90 Parkplätze reserviert, deshalb scheint ein Bedürfnis vorhanden. Die IG möchte das Unterschriftensammeln aber fortsetzten und lässt sich nicht entmutigen.

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