(Bild: Keystone)

Schweiz

Menschen sollen in Gebäude oder Dorfzentrum bleiben

Zermatt ruft die von der Umwelt abgeschlossenen Menschen im Ort auf, wegen der Lawinengefahr in ihren Häusern zu bleiben oder sich im Dorfzentrum aufzuhalten. Helikopterflüge in den auf Strasse und Schiene nicht mehr erreichbaren Ort waren zunächst nicht möglich.

Bis mindestens 11:00 Uhr am Montag, 22. Januar 2018, könne keine Luftbrücke in Betrieb genommen werden, hiess es auf der Webseite von Zermatt Tourismus. Gründe seien schlechte Sicht und Staublawinen. Winterwanderwege und das Skigebiet sind geschlossen.

Eltern ruft Zermatt Tourismus auf, ihre Kinder nicht unbeaufsichtigt im Schnee spielen zu lassen. Sie könnten in den Schneemassen die Orientierung verlieren. «Das kann zu gefährlichen Unfällen führen.»

Das Wallis ist in Alarmstimmung. Lawinen, Erdrutsche und Überschwemmungen sind demnach zu befürchten. Zahlreiche Strassen sind sicherheitshalber gesperrt. Mehrfach mussten wegen Überschwemmungen Feuerwehren aufgeboten werden, wie die Polizei mitteilte.

Schneefallgrenze gestiegen

Dass die Schneefallgrenze in der Nacht auf Montag gestiegen sei, erhöhe die Lawinengefahr noch, sagte Pascal Stoebener, der Verantwortliche für Naturgefahren im Kanton. Man erwarte einen «heissen Tag». Mehrere Gebiete wurden bisher evakuiert, vor allem in den Walliser Bergen.

Auch Graubünden kämpft mit dem Schnee. Im Unterengadin sind die RhB-Bahnstrecken unterbrochen, wie das Bahnunternehmen mitteilte. Von Filisur nach Davos gelangen Reisende zurzeit nur mit dem Bus statt mit dem Zug. Ebenso fahren auf der Arosalinie Busse. Verkehrsprobleme wegen Lawinengefahr gibt es auch im Raum Disentis.

Im Wallis, im Gotthardgebiet und in Teilen von Graubünden herrscht laut SLF sehr grosse Lawinengefahr – das entspricht der höchsten von fünf Warnstufen. Im übrigen Alpengebiet ist die Lawinengefahr gross.

(sda)

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