Das Stadtcasino eröffnet im September 2020. (Bild: Google Street View)

Basel

Das neue Stadtcasino feiert 2020 Wiedereröffnung

Die Sanierung und Erweiterung des Stadtcasinos Basel für fast 78 Millionen Franken dauert länger als geplant. Die Wiedereröffnung wird deshalb um ein Jahr auf die Konzertsaison 2020/21 verschoben.

Konzerte im weltberühmten Musiksaal und im Hans Huber-Saal können erst ab September 2020 wieder stattfinden, wie die Casino-Gesellschaft Basel am Freitag mitteilte. Die Gesellschaft war bisher von einer Wiedereröffnung in der Saison 2019/20 ausgegangen.

Dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann, wird im Communiqué mit der alten, denkmalgeschützten Bausubstanz begründet. In den letzten Wochen habe sich mehr und mehr gezeigt, dass die Bausubstanz viele unvorhergesehene Herausforderungen mit sich bringe. Zeitweise seien aus Sicherheitsgründen bis zu drei Statik-Experten auf der Baustelle gewesen.

Das Gebäude steckt laut seiner Besitzerin «voller Überraschungen». Die grössten Hürden seien jetzt aber gemeistert. Die budgetierten Kosten von 77,5 Millionen Franken sollen gemäss der Mitteilung trotz der unerwarteten Probleme nicht überschritten werden. Der Kanton Basel-Stadt beteiligt sich am Projekt mit 38 Millionen Franken.

Als Ersatzstandort für das Stadtcasino hat die Casino-Gesellschaft das Music Theater Basel gemietet. Dieser Vertrag wurde bereits mündlich um ein weiteres Jahr verlängert.

Bestehendes Gebäude wird erweitert

Entstehen soll am Barfüsserplatz ein eigentliches Musikhaus. Nach den Plänen der Basler Stararchitekten Herzog & de Meuron wird der historisch wertvolle Gebäudeteil von 1876 mit dem für seine Akustik berühmten Musiksaal und dem ebenso geschätzten Hans Huber-Saal zum Barfüsserplatz hin im bestehenden Architektur-Stil erweitert.

Das erst 1938 erstellte Stadtcasino bleibt vorerst unverändert stehen. Für diesen Gebäudeteil besteht ein Mietvertrag mit dem Gastrounternehmen Gastrag, der bis 2027 läuft. Der alte und der neuere Teil des Gebäudekomplexes wurden jedoch inzwischen durch den Abbruch des Eingangs- und Treppenbereichs des Musiksaals voneinander entkoppelt.

(sda)

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