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Der Telebasel News Beitrag vom 18. Januar 2018.

Basel

Ärzte-Komitee kämpft für Spitalgruppe

Die Pläne für eine gemeinsame Gesundheitsregion liegen auf dem Tisch und die Debatte ist bereits in vollem Gang. Bis jetzt haben die Ärzte zum Vorhaben beider Kantone geschwiegen. Heute trat erstmals ein Komitee mit Vertretern aus dem Gesundheitswesen an die Öffentlichkeit.

Die Spitäler sollen fusionieren, damit so eine gemeinsame Spitalgruppe entsteht. Hausärzte, Spitalärzte, Wissenschaftler, Forscher und Personen aus weiteren Berufen des Gesundheitswesen haben ein unabhängiges Komitee «Ja zur gemeinsamen Spitalgruppe» gegründet und den Medien vorgestellt.

Die Verantwortlichen möchten damit die Regierungen sowie die Parlamente beider Basel dazu aufrufen, der Spitalgruppe zum Durchbruch zu verhelfen, heisst es in der Medienmitteilung.

Eines der wichtigsten Projekte

Die Spitalfusion sei eines der wichtigsten Projekte in der Region und sei im Interesse aller, schreibt das Komitee. Ausserdem sei das Ganze eine einmalige Chance, die öffentliche Gesundheitsversorgung der Region neu zu gestalten, aber auch den Forschungsstandort Basel zu festigen. Die Angebote der Spitzenmedizin müssen gebündelt werden, nur so könne man die Gesundheitskosten dämpfen.

FDP BL kritisiert Eignerverhältnis

Auch in der Sitzung vom Landrat am 11. Januar 2018 sind deutliche, politische Gräben entstanden. Der Baselbieter Landrat zeigt sich offen für eine gemeinsame Planung, Regulierung und Aufsicht der Gesundheitsversorgung mit dem Kanton Basel-Stadt. Umstritten war jedoch in einer Grundsatzdebatte, ob dazu eine Fusion der staatlichen Spitäler notwendig ist.

Der Telebasel News Beitrag vom 11. Januar 2018. 

Überraschend haben sich sowohl die CVP als auch die FDP gegen eine Fusion ausgesprochen. Sie kritisieren vor allem das geplante Eignerverhältnis. Vorgesehen ist nämlich derzeit, das Basel-Stadt aufgrund der heutigen Bewertungen 71,5 Prozent an Eigenkapital in die Spitalgruppe einbringt, Baselland 28,5 Prozent. Für wichtige Beschlüsse ist im Verwaltungsrat aber ein Mindestquorum von 75 Prozent vorgesehen, was dem Baselbiet ein Vetorecht sichern soll.

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