Am Lauberhorn zum zweiten Mal siegreich: der Emmentaler Beat Feuz, der den Norweger Aksel Lund Svindal um 18 Hundertstel hinter sich liess. (Bild: Keystone)

Schweiz

Keiner kommt an Beat Feuz vorbei

Beat Feuz triumphiert nach 2012 zum zweiten Mal am Lauberhorn. Der Abfahrts-Weltmeister lässt Aksel Lund Svindal in Wengen vor 35'000 Zuschauern um 18 Hundertstel hinter sich.

Er werde sich auf jeden Fall für eine frühe Startnummer entscheiden, hatte Beat Feuz nach dem Abschlusstraining am Donnerstag gesagt. Diese Absicht setzte er tags darauf bei der Wahl der Startposition mit der Nummer 1 maximal um.

Am Samstag, als er um 12.30 Uhr bei besten Bedingungen als Erster ins Rennen ging, gelang Feuz zwar nicht die perfekte, aber zumindest die erwünscht starke Fahrt. Als er nach den 4,27 km im Ziel die Zeit von 2:26,50 aufleuchten sah, jubelte der Berner bereits ein erstes Mal – im Wissen, dass er damit um mehr als drei Sekunden schneller war als der Trainingsschnellste am Donnerstag.

Zittern während Svindals Fahrt

Das nächste Mal durfte Feuz nach der Fahrt von Aksel Lund Svindal durchatmen und die Faust ballen. Der mit der Nummer 3 gestartete Norweger lieferte Feuz ein enorm spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Noch bei der letzten Zwischenzeit lag er um zwei Hundertstel vorne. Doch im Ziel-S fand der Einheimische die schnellere Linie, am Ende lag er um 0,18 Sekunden vor Svindal. Dritter wurde Matthias Mayer, der auf Feuz 0,67 Sekunden einbüsste. Wie Feuz und Svindal vertraut auch der österreichische Abfahrts-Olympiasieger der gleichen Skimarke – Head.

Dank seinem neunten Weltcupsieg, dem zweiten in dieser Saison nach demjenigen in der Abfahrt von Lake Louise, rückte Feuz auch in der Disziplinenwertung Svindal um 20 Punkte näher. Der 30-jährige Emmentaler liegt nun noch 58 Punkte hinter dem Skandinavier zurück (362:420). Als Dritter liegt Svindals Landsmann Kjetil Jansrud (238) bereits 182 Punkte zurück. Gefahren sind im Olympia-Winter bislang fünf von neun Abfahrten.

Starke Leistung von Gilles Roulin

Die weiteren Schweizer konnten am Samstag in Wengen nicht brillieren. Der nächstbeste Swiss-Ski-Abfahrer verlor auf Feuz zwei Sekunden. Der in dieser Saison stark fahrende Zürcher Gilles Roulin wurde 14. Marc Gisin reihte sich mit der hohen Startnummer 39 auf dem 18. Platz ein. Hingegen Mauro Caviezel (21.), der bei der Einfahrt in den Haneggschuss eine ganz heikle Situation zu überstehen hatte, wie auch der ehemalige Lauberhornsieger Patrick Küng (29.) enttäuschten.

Die Rennwoche in Wengen findet am Sonntag mit dem Slalom ihren Abschluss. Der Start zum ersten Lauf erfolgt um 10.15 Uhr. (sda)

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