Basel

Roche erhält auch in EU Zulassung für Ocrevus

Roche hat nun auch von der Europäische Kommission die Zulassung für Ocrevus zur Behandlung der Nervenerkrankung Multiple Sklerose. In den USA und auch der Schweiz ist das Mittel bereits seit vergangenem Jahr zugelassen.

Wie der Pharmakonzern am Freitag, 12. Januar 2018 mitteilte, darf Ocrevus nun auch in der EU zur Behandlung von schubförmiger (RMS) sowie primär progredienter multipler Sklerose (PPMS) eingesetzt werden. PPMS ist eine schwerwiegende MS-Form, bei der die Krankheit kontinuierlich fortschreitet und keine akute Schübe oder Phasen mit nachlassenden Symptomen auftreten.

Die EU-Zulassung kommt nicht ganz überraschend, nachdem der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Agentur EMA bereits im November eine positive Empfehlung für das Mittel abgegeben hatte.

Ocrevus einziges Medikament für PPMS

Ocrevus ist laut Roche das erste und einzige in der EU zugelassene krankheitsmodifizierende Medikament für Patienten mit PPMS im Frühstadium. Für Patienten mit RMS stelle Ocrevus derweil eine wichtige neue Behandlungsoption dar.

Für Roche ist das Medikament einer der grossen Hoffnungsträger. Es soll künftige Umsatzrückgänge der Krebsmittel Rituxan, Avastin und Herceptin wettmachen, bei denen der Patentschutz ausläuft. In den ersten neun Monaten des Jahres setzte Roche mit Ocrevus 500 Millionen Franken um – wobei das Mittel erst im April in den USA zugelassen wurde.

MS ist eine chronische, bisher unheilbare Krankheit. Durch eine Fehlfunktion im Immunsystem entzündet sich das Nervensystem. Diese Nervenschädigung schlägt sich in Symptomen wie Muskelschwäche, Erschöpfung und Sehstörungen nieder rund führt letztlich zu Behinderungen. (sda awp)

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