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Beitrag in den Telebasel News vom 12. Januar 2018.

Basel

Lysbüchelareal: Kampfansage aus Zürich

Das Lysbüchelareal im Norden Basels soll umgestaltet werden. Die Rede ist von tausenden neuen Arbeitsplätzen und Wohnmöglichkeiten. Die Botschaft der Zürcher SP-Nationalrätin Badran ist klar - es muss gemeinnützige Wohnflächen geben.

Die Rhetorik ist kampfbetont am Donnerstagabend im Restaurant Rialto in Basel. Der Grund: Die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran redet ihren Basler Genossen ins Gewissen. Im Zentrum steht die Bodenpolitik. Die Botschaft von Badran ist dann auch unmissverständlich: «Dass der gemeinnützige Wohnungsbau Big Business ist für die Stadt, Big Business ist für die Bevölkerung, Big Business ist für die Staatskasse und, dass man auf den Arealen, die jetzt zur Verfügung stehen, möglichst viel gemeinnützigen Wohnungsbau herausholt, für alle.»

Konkret geht es ums das Lysbüchelareal im Norden Basels. Auf dem Gebiet soll neuer Wohn- und Gewerberaum entstehen. Die Rede ist von Wohnraum für 2’000 Menschen und Gewerbefläche für 3’500 neue Arbeitsplätze. Das Land gehört zu einem Drittel dem Kanton Basel-Stadt und zu zwei Dritteln den SBB. Badran beschwört die Basler SP-Parteibasis: Auf Kantonsboden müsse man 100 Prozent gemeinnützige Wohnflächen fordern. Diese Botschaft kommt bei den Basler Linken an. So auch bei SP-Grossrat René Brigger: «Es ist klar, dass das von den SBBB neu eingezonte Areale einen rechten Anteil für den gemeinnützigen Wohnungsbau erhalten soll. Beim Lyssbüchel verlangen wir 30 Prozent. Auf dem Kantonsareal verlangen wir entsprechend mehr.»

Gewerbeverband will nur Gewerbefläche

Nichts wissen von solchen Kampfansagen, will man beim Basler Gewerbeverband. Er hat andere Pläne für das Areal. «Das Lysbüchel ist das letzte zusammenhängende reine Gewerbegebiet des Kantons Basel-Stadt», sagt Patrick Erny, Leiter Politik des Basler Gewerbeverbands. «Laut einer Studie vom Institut für Wirtschaftsstudien ist das Lysbüchel-Areal das am besten geeignete Gebiet im Kanton Basel-Stadt für Gewerbenutzungen. Und dementsprechend sind wir auch der Ansicht, dass das Gebiet als reines Gewerbe- und Industriegebiet für das produzierende Gewerbe entwickelt werden soll. Wohnnutzungen gehören unseres Erachtens woanders hin», so Erny weiter.

Die Positionen der beiden Seiten rund ums Lysbüchel-Areal könnten nicht unterschiedlicher sein. Mit der Kampfansage der Basler Linken wurde das Feuer rund um die Zukunft von Basels Norden neu entfacht.

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