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Telebasel Regio vom 17. Januar 2017.

Basel

Das Mimösli wagt sich in den Wilden Westen

Velo-Rüpel im Verkehrsgarten, Franz Schubert mit Piccolo und Daft Punk mit Tambouren. So war die Mimösli-Premiere im Häbse-Theater.

Eine unbekannte Nicht-Rothaut wagt sich eines Tages ins Territorium der Waggis-Indianer. Der Siedler namens Hampe Wessels schlägt den Elässerdialekt sprechenden Eingeborenen einen Deal vor: Eine Million, wenn er die Gleise für den «Donnervogel» durch die Prärie verlegen kann.

Stadtlaufgucker und Velorüpel

Mit absurdem Humor erzählt eine «Määrlidante» die Geschichte von der Tramlinie 3 nach Saint-Louis – eines der originellen Raamestiggli-Ideen im diesjährigen Mimösli.

Das siebenköpfige Ensemble um H.J. «Häbse» Hersberger brilliert auch als Velorowdies, die nach ihren Kapriolen mit dem Drahtesel im Kinderverkehrsgarten nachsitzen müssen, oder als Sportmuffel, die den Stadtlauf begaffen. Zwar sind vielen Pointen bei der diesjährigen Mimösli-Ausgabe eher brav als bissig, doch keineswegs langweilig. Schrille und sympathische Figuren sowie skurrile Begegnungen sorgen durchgängig für Lacher.

(Bild: Telebasel)

Mehr und weniger gelungene Experimente

Nicht nur beim Wessels-Rahmenstück, sondern auch musikalisch geht’s in den Wilden Westen. Eine Saloon-Szenerie beginnt vielversprechend, wenn Piccoloklänge den Spaghetti-Western anstimmen. Die Country-Sängerin Suzanne Klee hat als Mimösli-Gast leider mit einer angeschlagenen Stimme zu kämpfen, worauf der Funke nur teilweise hinüberzuspringen vermag. Dennoch trübt das die Stimmung im Häbse-Theater keineswegs.

Geklatscht wird schliesslich viel. Der eigentliche Höhepunkt des Abends, wie der Applaus des Publikums bestätigt: Goldkehlchen, die auf Piccolovirtuosen treffen. Das Quartett Forellen unter der Leitung von Henryk Polus, ehemaliger Chordirektor des Theaters Basel, stürzt sich in Begleitung der Pfyfferinnen von «Piccognito» in die Gesangsakrobatik – ob nun mit Franz Schubert oder den Comedian Harmonists.

Der Telebasel News Beitrag vom 11. Januar 2018.

Tolle Tambouren- und Pyffernummern

Nicht minder überzeugend sind die Tambouren von Stickstoff, die in einer discotauglichen Performance im Neonlicht zu Dubstep und Daft Punk tüchtig einheizen. Zudem füllt die Gugge Horburgschlurbi die Bühne, als Schnitzelbänke sind s spitzig Ryssblei und s Bangg Ghaimnis mit Versen zur Stelle – natürlich auch über die BVB-Million, Trump, Elisabeth Ackermann, NoBillag und «Dr. Roger Federer».

Mehr zur Mimösli-Premiere ab 18:30 Uhr und stündlich ab 19 Uhr in den Telebasel News vom 11. Januar 2018.

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