Der Kickboxer muss 4 1/4 Jahre ins Gefängnis. (Symbolbild: Keystone)

Basel

Basler Kickboxer muss über vier Jahre ins Gefängnis

Im Fall von besonders brutaler häuslicher Gewalt gegen seine Ehefrau und sogar seine damals zwei Monate alte Tochter, fällte das Basler Strafgericht am Donnerstag ein unbedingtes Urteil. Der 29-jährige Kickboxer muss für 4 1/4 Jahre ins Gefängnis.

Der heute 29-jährige Basler Kickboxer mit kosovarischen Wurzeln fasste am Abend vor dem Basler Strafgericht eine unbedingte Freiheitsstrafe von 4 1/4 Jahren. Hier eingerechnet ist eine bedingte Vorstrafe, deren 3-jährige Bewährungsfrist noch nicht abgelaufen war.

In den meisten Anklagepunkten wie mehrfache Körperverletzung oder Nötigung wurde er schuldig gesprochen. Dabei musste sich das Gericht vor allem auf die Aussagen seiner damaligen Ehefrau abstützen, die der Beschuldigte jeweils bestritt und sie als unglaubwürdig darzustellen versuchte.

Aussagen als glaubwürdig taxiert

Dem ist das Strafgericht allerdings nicht gefolgt, da die insgesamt als glaubwürdig taxierten Aussagen der Ehefrau mit einem Gutachten des Basler Instituts für Rechtsmedizin, Arztzeugnissen sowie ein Bericht des Kinderspitals (UKBB) zum eingedrückten Schädel des Säuglings untermauert wurden.

Zur Gefängnisstrafe kommen noch diverse auferlegte Geldforderungen hinzu, wie eine Genugtuung von über 8000 Franken an seine Exfrau und rund 6500 Franken Schadenersatz für seine Tochter. Ferner stellt ihm das Gericht auch noch Verfahrenskosten von rund 9600 sowie eine Urteilsgebühr von 13’000 in Rechnung.

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