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Der Telebasel Talk vom 10. Januar 2018 mit Olivier Kessler. (Video: Telebasel)

Basel

Wollen Sie die SRG zerstören, Herr Kessler?

Im dritten Teil der Talk-Woche zur NoBillag kommt ein Befürworter der Initiative zu Wort: Olivier Kessler ist das «Gesicht» der NoBillag-Initiative. Will er die SRG zerstören?

Telebasel startete am Montag das Talk-Jahr mit einer Themenwoche zur NoBillag-Initiative. Zur Sprache kommen Befürworter und Gegner der Initiative. Auf Luca Urgese folgte gestern Jean-Michel Cina, der dritte Gast ist heute Abend Olivier Kessler. Den Abschluss wird am Donnerstag Medienpionier Roger Schawinski machen.

Olivier Kessler (pro): 10. Januar 2018, ab 18:40 Uhr

Für den Co-Präsidenten des NoBillag-Initiativkomitees sind die sogenannten Billag-Abgaben «Zwangsgebühren». Zu den Verlierern des Bundesgesetzes zu Radio und Fernsehen sieht Olivier Kessler die Bevölkerung, aber auch die «Unternehmen, die KMU und das Gewerbe». In einer Umfrage der Sonntagszeitung von Anfang Dezember lag der Ja-Anteil bei 57 Prozent.

Kesslers Initiative fordert unter anderem:

3 Der Bund versteigert regelmässig Konzessionen für Radio und Fernsehen.

4 Er subventioniert keine Radio- und Fernsehstationen. Er kann Zahlungen zur Ausstrahlung von dringlichen amtlichen Mitteilungen tätigen.

5 Der Bund oder durch ihn beauftragte Dritte dürfen keine Empfangsgebühren erheben.

6 Der Bund betreibt in Friedenszeiten keine eigenen Radio- und Fernsehstationen.

Seine Gegner werfen Olivier Kessler vor, mit der Initiative die SRG zerschlagen zu wollen. Die Aargauer Zeitung bezeichnete ihn als «rechten Wermuth». Der 1986 Geborene ist SVP-Mitglied, studiert International Affairs & Governance an der Universität St. Gallen (HSG). Er war Stv. Chefredaktor der Schweizerzeit, amtet als Vizepräsident des Liberalen Instituts und schreibt als Autor für den Blog Die Zürcherin, den Journalisten auch schon als «libertär» bezeichneten.

Disclaimer: Telebasel bezieht Billag-Gebühren. Selbstverständlich werden alle Gäste kritisch befragt.

2 Kommentare

  1. @René Baumgartner: «Etwas das tot ist kann man nicht operieren» ist eine von vielen falschen Aussagen in Ihrem Kommentar. Wie glauben Sie, lernen (Rechts)-Mediziner ihr Handwerk? Einfach mal als kleiner Anreiz über den Tellerrand zu blicken.

    Die Initianten und die allermeisten Befürworter wollen die Abschaffung der asozialen Zwangsgebühren für alle Haushalte und Firmen. Punkt. Alles andere ist reine Panikmache und Kaffee-Satzlesen à la Mike Shiva. Vom Untergang der Demokratie bis “zuwenig Werbung”, “teuren Sportabos” und “Bhaupti” ist alles dabei. Nur nichts beweisbares.

    Der einzig sichere Weg um über Service Public, die SRG, Privatstationen und neue Formen von Empfangsgebühren zu diskutieren ist ein “JA” am 4. März. Alle anderen Versuche sind nachweisbar seit der 50.08% RTVG-Annahme ausgeblieben oder gescheitert. Inklusive des Gegenvorschlags von 200 Franken im Parlament.Report

  2. Typisch für Oliver Kessler, er lanciert eine Initiative und ist sich über die Folgen nicht bewusst. Er verlangt von den Anderen (SRG, Kantone, Bund) dass Sie sich darüber Gedanken machen….verantwortungslos. Er behauptet sie wollen die SRG nicht angreifen, sondern nur die Gebühr abschaffen….dazu wurde ja ein Initiativtext ausgearbeitet, der es der SRG verunmöglich, nach Verlust von 3/4 der Einnahmen, weiter zu arbeiten. Der Bund kann nichts mehr zur Finanzierung beitragen. Oliver Kessler plädiert für Pay TV… aber da werden Sie als Zuschauer gerupft. Um eine Preisvorstellung zu geben….beim Sport ist UPC ist mit seinem neuen MySports-Angebot für Fr. 25.– im Monat zu haben. Und so müssten dann für alle Programm-Sparten Pakete gekauft werden. Wer glaubt dass die Schweizer dies zahlen ist ein “Bhaupti”….man wird auf ausländische Sender ausweichen, also würde SRG massiv Zuschauer verlieren. Und auf einem Sender ohne oder mit wenig Zuschauern wird keine Werbung gebucht….ergo zu wenig Einnahmen um ein eventuelles Grundangebot (Tagesschau, politische Sendungen, Hintergrundberichte) zu finanzieren. Die Schweiz ist sowieso zu klein, um genügend Einnahmen aus Werbung zu generieren….man müsste beim Programm als Variante auf RTL und SAT1 zurückgreifen mit den bekannten ellenlangen Werbeinspielungen mit zusätzlichen spezifischen Schweizer Werbespots. Bei der No-Billag Initiative fehlen einfach die Perspektiven. Warum soll man etwas gut Funktionierendes zerstören? Darum einfach No-Billag ablehnen….Feinkorrekturen kann man danach prüfen. Etwas das tot ist kann man nicht operieren.Report

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