(Symbolbild: Pixabay)

Baselland

In Pratteln stinkt’s den Anwohnern

An Wochenenden wird in Pratteln ein ganzes Quartier vom Gestank gegrillter Spanferkel heimgesucht.

Seit ungefähr vier Jahren beklagen sich die Bewohner des Quartiers in Pratteln über den Gestank von gebratenem Spanferkel. Eine Gruppe von Männern soll an Wochenenden sich dem Grillen von Schweinebraten widmen, sodass das ganze Quartier vom Geruch des Bratens betroffen sei. Das festliche Ritual soll jährlich im Zeitraum zwischen Weihnachten und Ostern stattfinden, berichtet 20 Minuten.

«Es ist einfach nur grusig»

Eine Anwohnerin erzählt, dass jedes Mal eine grosse Ladung von Schweinen angeliefert wird, die anschliessend für den Grill zubereitet wird. Es ist jedoch unklar, wofür eine solch grosse Menge hergerichtet wird.

Die Anwohnerin geht von illegalem Fleischhandel für Restaurants aus. «Denn kein Mensch und auch keine Grossfamilie isst das Fleisch von zehn Säuen alleine», so die Prattelerin. Ausserdem wären die Umstände auch nicht gerade hygienisch und appetitlich sähe das Ganze auch nicht aus, sagen die Anwohner gegenüber 20 Minuten.

Die Behörde kann nicht einschreiten

Die Anwohner sind am Verzweifeln, da gegen den schweinischen Gestank noch nicht vorgegangen wurde. Zwar träfen jede Woche Meldungen bei der Geruchsmeldestelle ein, aber so richtig etwas tun gegen die Geruchsbelästigung könne niemand.

So hätten einige Anwohner angefangen, ihr Leid auf Facebook kundzutun und dabei viel Zustimmung erhalten. Denn das Problem betreffe ja nicht nur Einzelne, sondern ein ganzes Quartier, sagen die Pratteler gegenüber 20 Minuten.

Auch Marcel Schaub, Abteilungsleiter Dienste und Sicherheit der Gemeindeverwaltung Pratteln, weiss von dem Gestank. Laut Gemeinde haben sich die Gemeindepolizei Pratteln und die Baselbieter Kantonspolizei ein Bild vor Ort gemacht und keine Verstösse gegen die Brandschutzordnung oder gegen Hygienebestimmungen festgestellt. «Der Gemeindepolizei sind die Hände gebunden. Der Fall wurde an den Kanton weitergegeben», sagte Schaub zu 20 Minuten.

Der einzige Tipp, den er den Bewohnern weitergeben könne, ist, an der Sache dran zu bleiben und nicht aufzugeben. Sie sollen weiterhin mit Reklamationen auf das Problem aufmerksam machen.

9 Kommentare

  1. Wen man vielleicht bisschen mehr lesen und sich informieren würde wüsste man es warum. Orthodoxen haben heute ihr neues Jahr, sie feiern es nach dem alten Kalender. Für die die es nicht wissen. Oder soll die Schweiz etwa das Feuerwerk am 31.12. weglassen, nur weil es den Leuten stört oder weil manche dann nicht feiern?! Also Leute seit nicht so rassistisch, in Pratteln wohnen mehrheitlich Ausländer, vom Längi-Quartier erst gar nicht die Rede. Lasst die Menschen das feiern was ihnen lieb ist, wir reklamieren auch nicht wen da gefastet und gehungert wird, es soll jeder dass machen was ihm lieb ist. Leben und Leben lassen!Report

  2. Man bei euch ist ja was los in der Schweiz !Mach doch einfach mal ein fest, lade alle Leute die sich beschweren ein!🇩🇪✈️🇨🇭Aber ganz schnell wieder zurück 🇩🇪Report

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