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Schweiz

«Burglind» laut MeteoSchweiz «starker, aber kein extremer Sturm»

Der Wintersturm «Burglind», der am Mittwoch über über die Schweiz hinweggefegt ist, war laut MeteoSchweiz «stark, aber nicht extrem». Trotzdem seien solch stürmische Winde im Flachland nur alle zehn bis zwanzig Jahre zu erwarten.

Laut dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie steuerte ein Sturmtief über der Nordsee am Vormittag eine Kaltfront über die Schweiz hinweg. In den Niederungen der Alpennordseite wurden demnach Böenspitzen von 80 bis 130 km/h gemessen. Die stärkste Böe wurde in Wädenswil ZH mit 150 km/h verzeichnet.

In den Berglagen und auch auf den exponierten Funkturm-Stationen St. Chrischona bei Basel, Bantiger bei Bern und auf dem Üetliberg bei Zürich wehte gemäss einer Mitteilung ein orkanartiger Westwind mit Geschwindigkeiten von 130 bis 180 km/h. Am stärksten stürmte es auf dem Gütsch ob Andermatt UR, wo eine Böenspitze von 200 km/h gemessen wurde.

Rekordsturm auf dem Pilatus

Damit sei «Burglind» als starker, aber nicht extremer Sturm zu werten. Die gemessenen Böenspitzen kämen in den Bergen regelmässig vor, schreibt MeteoSchweiz. «Das Sturmereignis von Mittwoch gehört in der Schweiz nicht zu den ganz Grossen.»

In mittleren Lagen sei die Sturmstärke etwa alle fünf Jahre, auf den Jurahöhen etwa alle zwei bis fünf Jahre zu erwarten. An mehreren Messstandorten des Flachlands ist die Sturmstärke hingegen häufiger als alle zwei Jahre zu erwarten.

Rekordwerte gab es trotzdem: In Neuenburg wurde mit 115 km/h die zweitstärkste Böe seit Messbeginn registriert. Auf dem Pilatus wurde mit 195 km/h ein neuer Rekord registriert. In diesen Regionen ist so ein Sturm laut den Meteorologen nur alle zehn bis zwanzig Jahre zu erwarten.

Viel Neuschnee erwartet

Laut Prognosen lässt der Westwind in den Niederungen am Mittwoch in der zweiten Tageshälfte sukzessive nach, weht aber weiterhin stark, in erhöhten Lagen teils stürmisch. In den Alpen dauert der orkanartige Nordwestwind noch weiter an, im Verlauf der Nacht zu Freitag flaut der Wind dann auch hier allmählich ab.

Gleichzeitig halten auch die Niederschläge an. Bis Freitagmittag werden in Teilen des Juras, am Alpennordhang sowie in Nordbünden 70 bis 140 Liter pro Quadratmeter erwartet. In Berglagen oberhalb von 1’500 bis 1’800 Metern sind in den Walliser und westlichen Berner Alpen 100 bis 140 Zentimeter Neuschnee zu erwarten. (sda)

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