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Der Telebasel News Beitrag vom 29. Dezember 2017.

Basel

Umstrittene Spitalfusion in den beiden Basel

Es ist einer der grössten Brocken auf der gemeinsamen politischen Agenda der beiden Basel: Die umstrittene Spitalfusion. Mit der Initiative «Ja zum Bruderholzspital» musste das Vorhaben im Frühling eine erste Hürde nehmen.

Die Initanten wehrten sich dagegen, dass das Bruderholzspital in der heutigen Form geschlossen und durch ein Ambulatorium ersetzt wird. Es gehe um die medizinische Versorgung der Bevölkerung im unteren Kantonsteil, meint Herbert Steffen, PRO Präsident des Initiativkomitees.

Das Baselbieter Stimmvolk lehnte die Initiative dann aber knapp mit 67 Prozent Nein-Stimmen ab. Damit äusserte sich der Landkanton zum ersten Mal positiv zur neuen Spitalstrategie.

Von März bis Oktober wurden die Fusionspläne in die Vernehmlassung gegeben. Die beiden Gesundheitsdirektoren haben an Informationsveranstaltungen den Kontakt zur Bevölkerung gesucht. Das Fazit am Schluss: Fast alle Parteien haben gewisse Vorbehalte.

Besonders gross ist die Kritik der SP Basel-Stadt. Man sehe den Mehrwert für die Bevölkerung nicht, erklärte SP-Präsident Pascal Pfister im September. Aber auch im Baselbiet gibt es Vorbehalte.

«Suppe mit Haaren serviert»

Trotz der Kritik von verschiedenen Parteien aus Stadt und Land zeigten sich die Gesundheitsdirektoren zum Schluss zuversichtlich. «Wir haben eine Suppe aufgetischt, von der man gewusst hat, dass das eine oder andere Haar drin ist und die wurden auch gefunden. Aber es hat uns eigentlich niemand eine andere Suppe oder gar ein völlig neues Menü vorgeschlagen», so der Baselbieter Gesundheitsdirektor Thomas Weber.

Eine Volksabstimmung dürfte aber unausweichlich sein, da sind sich auch die beiden Gesundheitsdirektoren einig. Im Februar soll der überarbeite Staatsvertrag von den beiden Regierungen unterschrieben werden.

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