Basel

Kein Auslauf mehr für Fasnachts-Pferde

An der heutigen Präsentation zum Fasnachtsmotto 2018 kam es zu Protesten. Aktivisten kämpfen für eine «Fasnacht ohne Tierleid». Sie verlangen, dass während den «drey scheenste Dääg» keine Pferde mehr eingesetzt werden.

Urheber der Protestaktion ist der «Gnadenhof Pavillion» gemeinsam mit weiteren Tierschutzorganisationen und privaten Tierfreunden. Sie fordern das Comité dazu auf, den Einsatz von lebenden Tieren während der Fasnacht zu verbieten. Die Aktion läuft bereits seit Anfang Jahr.

Die Demonstranten hielten vor dem Volkshaus ihre Banner hoch und sammelten Unterschriften für ihr Anliegen. (Bild: Telebasel)

Der Lärm, die Wetterbedingungen und das Chaos auf den Strassen würden die Tiere verängstigen und unnötig stressen, sagen die Aktivisten. Ausserdem bestehe ein gewisses Sicherheitsrisiko, wenn man Pferde diesen Bedingungen aussetze:

Olivier Bieli, Leiter Tierschutzkampagne «Für eine Basler Fasnacht ohne Tiere»

«Wir möchten eine Debatte zu diesem Thema anstossen», sagt Olivier Bieli, Leiter der Tierschutzkampagne und von Kindesbeinen an selbst Fasnächtler.

Das Fasnachtscomité ist diese Kritik bereits angekommen: «Es ist etwas, das wir ernst nehmen – darum sind wir auch in engem Kontakt mit dem Veterinäramt», sagt Obmann Christoph Bürgin auf Anfrage von Telebasel. Keine Tiere an der Fasnacht oder Chaisen als Tradition? Wie Bürgin sagt, wolle man versuchen, mit einer tiergerechten Lösung beiden Interessen nachzukommen.

Die Tierschutz-Organisation verbucht nach eigener Darstellung derweil einen Teilerfolg für sich. In ihrer Medienmitteilung schreibt sie, dass das Veterinäramt aufgrund der Kampagne Handlungsbedarf sehe und am 9. Januar 2018 Massnahmen für die Chaisen und berittenen Pferde vorstelle.

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