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Der Telebasel Talk vom 14. Dezember 2017.

Basel

Merian Iselin Klinik: Der Umbruch-Präsident geht

Während Marc C. Theurillats Amtszeit hat sich die Merian Iselin Klinik für 150 Millionen Franken erneuert und die medizinische Ausrichtung spezialisiert. Ob diese jedoch auch mit der geplanten Spitalfusion USB/KSBL zukunftsträchtig sein wird? Per Ende Jahr tritt er nach 21 Jahren zurück. Am 14. Dezember ist er Gast im Talk, ab 18:40 Uhr.

Er gehört zu den eher stillen, aber wirkungsvollen Basler Persönlichkeiten: Marc C. Theurillat, Bau-Unternehmer (ehemalige Theurillat-Gruppe) und (noch) Verwaltungsrat der Gribi Real Estate AG, ehemals Verwaltungsrat bei der Zentralwäscherei und Süssigkeiten-Liebhaber. Nach 21 Jahren, mit 70 Jahren, tritt er als Präsident der Merian Iselin Stiftung ab.

Bau-Unternehmer und Anthroposophe

Wer seine politische Nähe zur FDP (nicht Mitglied) miteinbezieht, denkt wohl nicht als erstes an die Anthroposophie: Theurillat besuchte die Basler Steiner-Schule, das Athenaeum, fungierte als Verwaltungsrat bei der Weleda AG und ist seit 1994 Mitglied der anthroposophischen Gesellschaft und im Schweizerischen Demeter Verband. Hingegen passt zur Steiner’schen Lehre die Hinwendung zur klassischen Musik: Theurillat engagiert sich als Stiftungsrat bei K½8 für Kammermusik-Konzerte.

Vom Breitband-Angebot zum Orthopädie-Marktführer

1996 wurde Theurillat Präsident der Merian Iselin Stiftung. In seiner Zeit wurde die Merian Iselin Klinik komplett umgebaut, baulich für 150 Millionen Franken, und inhaltlich vom Breitband-Angebot auf die Orthopädie spezialisiert.

Heute ist sie in dem Bereich der Marktführer in der Nordwest-Schweiz. Mit knapp 1’000 Knieprothesen-Operationen und 800 Hüftprothesen-Operationen jährlich behauptet sie landesweiten Leadership. Der Bereich Orthopädie macht 75 Prozent des Klinikangebots aus. In den letzten zwei Jahren hat die Klinik auch bei der Urologie stark zugelegt.

Spitalfusion: Seilziehen mit den Behörden

Letzteres geschah nicht ganz unfreiwillig, denn die Spitalfusions-Pläne der beiden Basler Gesundheitsdirektoren Lukas Engelberger und Thomas Weber treiben den Klinikverantwortlichen Sorgenfalten in die Stirne: Im Bruderholzspital soll ein Orthopädiezentrum entstehen. «Für die Gesundheitsversorgung der Region braucht es das gar nicht», sagt Klinikdirektor Stephan Fricker.

Einen Rückschlag musste die Klinik auch im Mai 2016 entgegen nehmen, als ihr das Basler Gesundheitsdepartement keinen Leistungsauftrag für den Betrieb einer Notfall-Station gewährte.

Mit welchem Stolz, mit welchen Bedenken übergibt Marc C. Theurillat das Präsidium an Nikolaus Honauer? Wie sieht er die Entwicklung mit der Spitalfusion und im Basler Gesundheitswesen? Welche Grundsätze waren und sind ihm wichtig? Diesen und anderen Fragen stellt sich Marc C. Theurillat am 14. Dezember um 18:40 Uhr und ab 19:10 Uhr stündlich im Talk. 

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