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Marco Streller erklärt, warum der FC Basel Albian Ajeti nicht wie geplant schon im Sommer 2017 verpflichtet hat, sondern erst im Herbst am 2. Oktober. (Video: Telebasel)

Basel

Die Wahrheit zum Ajeti-Transfer

Offiziell hiess es im Juni 2017: Der FC St. Gallen und der FC Basel hätten sich beim Transfer von Albian Ajeti nicht gefunden, deshalb sei der Wechsel gescheitert. Gegenüber Telebasel erklärt FCB-Sportchef Marco Streller nun den wahren Grund - eine Knie-Verletzung von Ajeti.

Kurz nach dem Ende der vergangenen Saison 2016/17 wurde klar, der FC Basel möchte seinen ehemaligen Junior Albian Ajeti vom FC St. Gallen zurück holen. Er passt ins neue Konzept und schiesst Tore. Blöd nur, dass dieser kurz zuvor im März von den Ostschweizern definitiv vom FC Augsburg übernommen wurde. St. Gallen stattete den 20-Jährigen mit einem Vierjahres-Vertrag aus.

Transfer scheitert im Juni

Als die Bemühungen des neuen FCB-Sportchefs Streller stärker werden, rückt der Transfer näher, denn auch der Spieler selbst möchte zurück zu seinem Stammclub, seiner grossen fussballerischen Liebe. Die Tageswoche berichtet am 21. Juni 2017 aber vom Scheitern des Deals: «Ajeti-Rückkehr ist vom Tisch. Bei der Höhe der Ablöse fanden die beiden Vereine keine Einigung.» Auch der FCB bestätigt dies. Angeblich sollen die Basler 2.8 Millionen Franken geboten haben, was den St. Gallern offenbar zu wenig war. Das ist zu diesem Zeitpunkt die offizielle Kommunikation nach Aussen.

Wahrer Grund: Verletzung

Was die Exponenten beider Clubs nicht sagen – nicht sagen konnten: Albian Ajeti war zu diesem Zeitpunkt am Knie verletzt. Eine Entzündung hinderte den Topskorer am Training, er verpasste fast die gesamte Vorbereitung mit den Espen. Das bestätigt der Spieler selbst:

Was Albian Ajeti nicht sagt: Die Verletzung hätte gravierender verlaufen können, so dass er länger ausgefallen wäre. Bei einer Verpflichtung von ihm, hätte der FCB somit ein grosses Risiko auf sich genommen. Eine kluge Überlegung der neuen Basler Führung, die nach den medizinischen Checks von Ajeti von einem sofortigen Transfer absieht, im Wissen, dass spätestens im Winter ein neuer Anlauf genommen werden kann.

Als sich dann Ricky van Wolfswinkel im Spiel gegen Lissabon schwer verletzt, war die Zeit gekommen schneller als angedacht zu handeln. Was in der Öffentlichkeit etwas komisch anmutete und als «Zickzack-Kurs», «Fehler ausbügeln» oder «FCB Führung muss Lehrgeld bezahlen» kommentiert wurde, erscheint nun in einem etwas anderen Licht.

Das Knie des Stürmers stellt heute kein Problem mehr dar und der 20-Jährige zeigt wie wichtig er für den FCB ist. Letztes Wochenende markierte er ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein St. Gallen seine Tore 4 und 5 für die Basler. Was Trainer Giorgio Contini mit folgenden Worten kommentierte:

Mehr zu möglichen Transfers des FC Basel und der gesamten Vorrunde, sehen Sie im Talk mit Sportchef Marco Streller morgen Freitag 15. Dezember 2017. 

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