Nur in Grossbritannien stockt's wegen des Brexits. (Symbolbild: Keystone)

International

Automarkt in Europa brummt

Grossbritannien wird wegen des Brexits immer mehr zum Sorgenkind des europäischen Automarktes. Während der Pkw-Absatz in der Europäischen Union stieg, brachen die Neuzulassungen im Vereinigten Königreich ein.

Dies teilte der Branchenverband am Donnerstag, 14. Dezember 2017, mit. Bereits seit mehreren Monaten sinkt dort die Pkw-Nachfrage, weil importierte Autos wegen des schwachen Pfunds teurer geworden sind und die Verbraucher sich mit grösseren Anschaffungen zurückhalten.

Grossbritannien ist der wichtigste Exportmarkt für die deutschen Autobauer. In den ersten zehn Monaten wurden nach Angaben des Verband der Automobilindustrie 662’000 (Vorjahreszeitraum: 696’800) Fahrzeuge dorthin verschifft. Erst mit einigem Abstand folgten die USA mit 408’000 (458’700) Einheiten.

Auf dem Kontinent stehen die Zeichen nach Einschätzung von Experten dagegen weiter auf Wachstum. Der EU-Neuwagenmarkt werde in diesem Jahr voraussichtlich um gut vier Prozent auf rund 15,3 Millionen Fahrzeuge zulegen, schätzt die Unternehmensberatung EY. Damit werde das Niveau der Jahre 2006 und 2007 wieder erreicht.

Diesel weniger gefragt

Zugleich fielen die Dieselzulassungen weiter. In den fünf grössten Pkw-Märkten – Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Spanien – sanken die Neuzulassungen von Selbstzündern im November nach EY-Berechnungen um 12,5 Prozent. Das sei der stärkste Anteilsrückgang seit 2009 gewesen.

«Für den Dieselantrieb sieht es düster aus. Angesichts der Diskussionen um Fahrverbote und die mögliche Streichung von Steuervergünstigungen für Diesel-Kraftstoff greifen immer mehr Neuwagenkäufer zu Benzin-Modellen», sagte Fuss.

(sda reu)

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