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Daniel Wermelinger, Leiter Ressort Spitzenschiedsrichter, zum Outing des Super League-Schiedsrichters Pascal Erlachner. (Video: Telebasel)

Schweiz

«Das Outing von Erlachner ist für uns kein Problem»

«Ich bin schwul - na und?» Nach dem Coming-Out des Super League-Schiedsrichters Pascal Erlachner äussert sich sein Vorgesetzter Daniel Wermelinger gegenüber Telebasel.

Die Schiedsrichter-Chefs der Swiss Football League und des Schweizer Fussball Verbandes informierten gestern in Bern zur Teil-Professionalisierung der Unparteiischen und Linienrichter. Die sieben FIFA-Refs und sechs Assistenten werden neu zu Halbprofis und profitieren somit von besseren Bedingungen und mehr Lohn. Dafür dürfen sie nicht mehr als 50 Prozent in einem regulären Beruf arbeiten.

Nicht zu diesen sieben FIFA-Refs gehört der Mann, welcher am Wochenende mit seinem Outing – «Ich bin schwul» – für die grossen Schlagzeilen sorgte: Pascal Erlachner. Der 37-jährige Lehrer aus dem Kanton Solothurn  hatte sich als erster Aktiver im Schweizer Fussball öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt.

Schiedsrichter Pascal Erlachner im Einsatz. (Bild: Keystone)

Appell an die Toleranz

Daniel Wermelinger ist neuer Leiter des Ressorts Spitzenschiedsrichter des Schweizer Fussballverbandes SFV. Er glaubt, die Schweiz sei ein offenes Land und denkt nicht, dass es irgendwelche Anfeindungen oder Diskriminierungen gegenüber Pascal Erlachner geben wird:

Welches Spiel Pascal Erlachner als erstes nach seinem Outing pfeift, ist noch nicht bekannt. Das letzte Spiel arbitrierte er am 2. Dezember 2017 in der Challenge League zwischen Wil und Rapperswil Jona. Gut möglich, ja wahrscheinlich, dass er erst nach der Winterpause wieder auf dem Platz steht.

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