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(Video: Telebasel)

Basel

Facebook ist bei Teenagern out

Facebook ist bei 15- bis 24-Jährigen in der Schweiz out. Stattdessen nutzen sie immer häufiger Instagram, Snapchat und WhatsApp.

Laut einer Studie des Link-Instituts Luzern nutzten 2017 rund die Hälfte der 15- bis 24-Jährigen Facebook gelegentlich, 2016 waren es noch 70 Prozent gewesen. Demgegenüber haben Snapchat und Instagram deutlich auf je 67 Prozent zugelegt – und damit Facebook zum ersten Mal überflügelt.

Doch es gibt eine weitere App, die alle überflügelt: WhatsApp hat bei den Jungen eine fast vollkommene Abdeckung. Lediglich 2 Prozent der 15- bis 24-Jährigen in der Schweiz sind nicht darüber erreichbar.

Die Jagd nach ‹Flämmlis›

Telebasel hat Basler Teenager nach deren Nutzungsverhalten gefragt. Die Jüngsten benutzen am häufigsten Snapchat – wie die 13-jährige Birsen: «Ich finde Snapchat besser als Instagram, weil es einfacher zum Schreiben ist und weil man ‹Flämmlis› sammeln kann».

Auch für die 16-jährige Eli ist Snapchat Nummer 1 – obschon sie nicht regelmässig in den sozialen Medien aktiv ist. Wie andere hat sie zwar einen Facebook-Account, benutzt diesen aber nicht. «Damit habe ich aber schon nach einem Monat wieder aufgehört.»

Wie die Jugendlichen weiter sagen, haben sie bei mindestens drei Anbietern einen Account eröffnet. Dabei geht sehr viel Zeit drauf – manchmal sogar zu viel, wie die 18-jährige Simona sagt: «Ich wurde abhängig von Social Media und bekam nichts mehr von der Aussenwelt mit. Jetzt bin ich nur noch auf Snapchat».

Ohne Smartphone geht’s nicht

Das am intensivsten genutzte elektronische Gerät der Schweiz ist das Smartphone: Knapp Dreiviertel der Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren nutzte täglich ein internetfähiges Handy. Bei den 15- bis 24-Jährigen sind es gar 98 Prozent, die täglich aufs Smartphone blicken.

Die Studie zeigt auch auf, dass Internet-Werbung bei vielen Nutzern nach wie vor auf Ablehnung stösst: 2017 hatte ein Fünftel der Gesamtbevölkerung auf mindestens einem Gerät einen Adblocker installiert, der Werbung automatisch ausblendet. Bei den Jungen hat knapp ein Drittel einen solchen Werbestopper.

Bei der Nutzung gibt es regionale Unterschiede. So sind etwa Facebook und Pinterest in der Westschweiz deutlich beliebter als in der Deutschschweiz. Dafür wird YouTube in der französischen Schweiz markant weniger genutzt.

(sda/aj)

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