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Telebasel News vom 11. Dezember 2017

Basel

Chancen und Risiken der Stadtentwicklung

Der Gewerbeverband Basel-Stadt schreibt in einer Medienmitteilung von zahlreichen Schwächen, die der kantonale Richtplan aufweise. Deshalb wolle er am Montag, 11. Dezember 2017, darüber informieren, wie das Entwicklungspotential im Städtebau besser genutzt werden könne.

Seit einigen Jahren verzeichne der Kanton Basel-Stadt erfreulicherweise eine Zunahme der Wohnbevölkerung sowie ein Wachstum der Wirtschaft. In der Vorlage der Anpassung des kantonalen Richtplans sieht der Gewerbeverband ungenutztes Potential.

Zahlreiche Schwächen seien in der Vorlage des Regierungsrates vorhanden. Und zwar betreffend der Wohnraumentwicklung wie auch für die Attraktivität des Kantons Basel-Stadt als Wirtschaftsstandort, so der Gewerbeverband in der Einladung zur Medienorientierung. Bei eben dieser Orientierung will der Verband darlegen, wie man das städtebauliche Potential besser nutzen könnte.

Die Referenten der Veranstaltung vom 11. Dezember 2017 lassen aufhorchen. Neben Gabriel Barell, Direktor Gewerbeverband Basel-Stadt und Patrick Erny, Leiter Politik des Verbands hat auch Thomas Kessler referiert. Er ist der Vorgänger des neuen Stadtentwicklers Lukas Ott und damit langjähriger Leiter der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt. Mit Spannung wird das Aufeinandertreffen von neuem und altem Stadtentwickler erwartet.

«Genau in die falsche Richtung»

Die Anpassung des kantonalen Richtplans gehe, laut Gewerbedirektor Gabriel Barell, «genau in die falsche Richtung», so die Medienmitteilung des Gewerbeverbands Basel-Stadt.  Es sei ein gefährliches Signal, dass Passagen wie ‹Lärmintensives Gewerbe soll in geeigneten Gebieten einen Standort finden› ersatzlos aus dem Richtplan gestrichen werden sollen. Damit würde eine Abwanderung von Gewerbebetrieben bezweckt und damit gingen unter anderem auch Arbeits- und Ausbildungsplätze verloren.

Den Plan der Regierung, auf jedem Transformationsareal einen Wohnanteil von rund 50 Prozent zu realisieren, kritisiert Barell mit den Worten: «Das ist keine intelligente Strategie.» Es brauche eine differenzierte Betrachtung der Entwicklungsgebiete.

«Mutlos, halbherzig, unverständlich»

Mit diesen harten Worten beschreibt der Gewerbeverband die Anpassung des Richtplans. Bezüglich der Siedlungsentwicklung würden in der Anpassung mutige Ideen fehlen. Und die Entwicklung nach innen, wo viel Potenzial sei, würde nur halbherzig vorangetrieben von der Baselbieter Regierung. Barell erklärt dazu, dass Aufzonungen grossflächig möglich sein sollten und auch die vertikale Verdichtung der Siedlungsgebiete solle nicht vernachlässigt werden.  Damit, so der Gewerbeverband, könne man parallel die Wohnnutzung fördern sowie den Druck auf das Gewerbe vermindern. Beim Gewerbeverband stosse auf Unverständnis, dass man die Stadtentwicklung Ost aus dem Plan komplett streichen wolle.

Der Gewerbeverband und Kessler seien sich einig, dass Basel-Stadt mehr Potenzial habe, als durch die Anpassung ausgeschöpft würde. «Die Regierung muss schnell ihre Hausaufgaben machen.», steht in der Medienmitteilung.

Kessler hat Verbesserungsvorschläge

Thomas Kessler habe betont, dass Basel-Stadt durchaus Potential habe, Projekte voranzubringen. Beispielsweise könne man das Busdepot Rankhof auflösen um an diesem Standort «innert weniger Jahre ganze Wohnsiedlungen» zu schaffen. Das Tempo bei bestehenden Projekten müsse erhöht werden, so Kessler laut der Medienmitteilung. Damit sei es möglich, wichtige Nutzungsreserven zu schaffen. Kessler sei es wichtig, dass die Siedlungsentwicklung «nicht völlig isoliert betrachtet werde». Es sei auf lange Sicht weder sinnvoll noch zielführend für eine erfolgreiche Stadtentwicklung, das Gewerbe ins Umland zu verdrängen.

1 Kommentar

  1. Schö zu hören das der NEUE Stadt Entwikler, nach 11 Tagen schon so viel Abliefert, das Herr Kessler Kritisieren muss. Mein Gefühl sagt mir das diese Papiere älterem Datums sind.. d.H. aus Kesslers Zeiten. Oh Je.Report

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