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Basel

Baustellen-Dschungel lichtet sich im 2018

Baustellen auf Allmend sollen 2018 in Basel den Verkehr weniger behindern als im ablaufenden Jahr. Tramsperrungen mit Busersatz gibt es nur in der Rosental- und der Zürcherstrasse.

Es folge nun eine etwas ruhigere Phase, sagte der baselstädtische Kantonsingenieur Roger Reinauer am Donnerstag, 7. Dezember 2017, vor den Medien. In der Summe gebe es im nächsten Jahr zwar wie üblich zwischen 100 und 120 Baustellen, doch diese lägen an «weniger heiklen» Strassenabschnitten als 2017.

Zu den grössten Bauprojekten zählen 2018 die Sanierung und Umgestaltung der Rosentalstrasse mitsamt der Tramhaltestelle Badischer Bahnhof sowie jene der Zürcherstrasse. Im Herbst kommt es deswegen zu Vollsperrungen: Busse anstatt Trams sollen in der Rosentalstrasse vom 10. September bis 21. Oktober und in der Zürcherstrasse vom 22. Oktober bis zum 18. November verkehren.

Gegen Ende des Jahres soll die Sanierung der Gundeldingerstrasse Ost und der Reinacherstrasse Mitte beginnen, wo beim Viertelkreis ein neuer Kreisel entstehen soll. Ebenfalls ein neuer Kreisel wird beim Anschluss Erlenmatt Süd-Ost gebaut. Unter Betrieb wollen die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) zudem Gleise an der Markthallen-Kreuzung ersetzen.

Weiter Nachholbedarf bei BVB

Insgesamt ersetzen die BVB im kommenden Jahr zwar weniger Gleise als im laufenden, doch bis der Nachholbedarf ganz abgearbeitet ist, wird es 2029, wie BVB-Infrastrukturleiter Bruno Stehrenberger sagte. In diesem Jahr wurden 8,7 Kilometer Gleise ausgetauscht. Im langjährigen Durchschnitt waren es jährlich 3,5 Kilometer.

Nach der überraschend schnell erforderlichen Sanierung der Gleise am Steinenberg ist der Zustand der Tramgleise derzeit noch am Centralbahnplatz als «alarmierend» eingestuft, wie Stehrenberger weiter sagte. Eine Sanierung ist daher dort 2019 vorgesehen.

Weiter geht im kommenden Jahr ferner die bis 2021 andauernde Sanierung der Äusseren Baselstrasse sowie der Lörracherstrasse auf der Achse Basel-Riehen Grenze. Weitere Baustellen, die 2017 im Alltag gestört haben, wie etwa in der Greifengasse, werden abgeschlossen.

IWB müssen Hausanschlüsse ersetzen

Als Grossprojekt mit Start im 2018 kündigten die Industriellen Werke Basel (IWB) einen Leitungsersatz an: Saniert werden müssen bis zu einem Drittel der 27’000 Trinkwasser-Hausanschlüsse im Kanton Basel-Stadt und Binningen. Grund ist eine seit 2013 auftretende Häufung von Lecks.

Umfassende Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Lebensdauer der zwischen 1950 und 1989 verbauten verzinkten Stahlrohre deutlich kürzer ist als erwartet, sagte Markus Küng, Leiter Netze IWB. Dies könne mit dem Material zusammenhängen, sowie damit, wie die Rohre damals verlegt worden seien.

In den nächsten Jahren wollen die IWB einen Grossteil der betroffenen Anschlüsse sanieren. Dabei sind gemäss Küng auch zusätzliche Bauprojekte nötig, die ausserhalb der mit dem Tiefbauamt und den BVB koordinierten üblichen Netzerneuerungs-Arbeiten laufen.

Für diese Sanierungen hatte der Grosse Rat im November den IWB-Investitionskredit 2015 bis 2018 für den Unterhalt des Trinkwassernetzes um 29 auf 152 Millionen Franken aufgestockt.

Infrastruktur im Wert von 8,4 Milliarden

Insgesamt beläuft sich der Wiederbeschaffungswert der kantonalen Infrastruktur auf 8,4 Milliarden Franken, wie Kantonsingenieuer Roger Reinauer sagte. Von den rund 300 Kilometer Strassen müssen pro Jahr im Durchschnitt 6,1 Kilometer erneuert werden. Von den 4700 Kilometer Leitungen werden jährlich 60 Kilometer neu verlegt.

Während BVB-Gleise je nach Belastung zwischen 7 bis 30 Jahre halten, beträgt die Lebensdauer von Strassen im Durchschnitt 50 Jahre. Gas- und Stromleitungen kommen auf eine mittlere Lebensdauer von 40 bis 60 Jahren, Fernwärmeleitungen auf eine solche von maximal 35 Jahren. Auf durchschnittlich 80 Jahre bringen es Wasserleitungen. Die Kanalisation hält im Durchschnitt zwischen 80 und 100 Jahre. (sda)

Bilder wie diese soll es im 2018 weniger geben:

Der Telebasel News Beitrag vom 19. Juni 2017. (Video: Telebasel)

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