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Der Telebasel News Beitrag 04. Dezember 2017.

Basel

Der ‹Schoggi-Peter› gibt die Schlüssel ab

Mitten in der Hauptgeschäftszeit muss Peter Meier, bekannt als ‹Schoggi-Peter› am Weihnachtsmarkt, seine Wohnungsschlüssel abgeben. Somit zieht der letzte gekündigte Mieter am Burgweg 4 aus.

Bis das Haus am Basler Burgweg 4 nächstes Jahr abgerissen wird, sollen zuerst neue Bewohner einziehen. Die alten Mieter müssen ihre Wohnungen aber räumen. So auch Peter Meier, bekannt als ‹Schoggi-Peter› am Weihnachtsmarkt. Er gibt am 4. Dezember 2017 als letzter Mieter seine Schlüssel ab und das Mitten in der Hauptgeschäftszeit.

Peter Meier ist auf dem Weihnachtsmarkt als ‹Schoggi-Peter› bekannt. (Bild: Telebasel) 

Für Meier war das ein Schock, als er am 4. September 2017 den Brief des Mieterverbandes erhielt. Er sollte bereits damals seine Wohnung noch am gleichen Tag räumen. Bereits 2013 hat die Eigentümerin, die Basellandschaftliche Pensionskasse, allen Mietern gekündet.

Peter Meier konnte zwar mit juristischen Mitteln bewirken, dass er noch im Haus wohnen durfte, damit sollte aber damals Schluss sein. Der ‹Schoggi-Peter› hat sich aber dagegen gewehrt mit der Unterstützung von Sympathisanten.

Der Telebasel News Beitrag vom 4. September 2017. 

Eigenartiges Verhalten

Jetzt muss Meier seine Wohnung am Burgweg aber definitiv verlassen. Am 4. Dezember gibt er als letzter Mieter die Schlüssel ab. Das Verhalten der Eigentümerin und Hausverwaltung ist insbesondere eigenartig, weil bis zum geplanten Abriss 2018 neue Leute ins Haus einziehen sollen. Diese Zwischennutzung organisiert die Zürcher Firma Projekt Interim.

(Video: Telebasel)

Der Aufenthalt für die neuen Mieter ist aber befristet, dafür bezahlen sie einen geringen Betrag, der die Unkosten deckt. Weshalb Peter Meier aber nicht in der Wohnung bleiben darf, ist deshalb schleierhaft. Er selbst habe noch versucht, schriftlich eine Zwischennutzung zu beantragen. Diese wurde allerdings abgelehnt. «Ich habe eine Woche gewartet auf den Entscheid. Einen Tag später hätte ich ausziehen müssen», sagte Meier gegenüber Telebasel.

Seit 20 Jahren wohnt er in diesem Haus, die Enttäuschung ist dementsprechend gross.

(Video: Telebasel) 

Der ganze Kampf um die Wohnung war für Meier sehr schwierig. «Es lohnt sich aber für andere Generationen», sagt er, «man muss sich einfach mal wehren!»

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