Telebasel verzeichnet positive Zahlen. (Bild: Telebasel)

Basel

Telebasel mit steigenden Zuschauer- und Userzahlen

An der Herbstsitzung des Telebasel Stiftungsrates wurden die positiven Zuschauer- und Userzahlen besprochen, sowie Stellung zur ‹No-Billag› Initiative bezogen.

Die 17 Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte der Stiftung Telebasel haben sich in ihrer Sitzung vom 29. November 2017 vom geschäftsführenden Stiftungsrat Michael Bornhäusser und von Chefredaktorin Karin Müller über die Entwicklung des Unternehmens Telebasel im vergangenen halben Jahr informieren lassen. Nach der Bewältigung der Herausforderung des umfassenden Relaunchs vom Januar 2016 verzeichnet der TV-Sender am Ende des 3. Quartals 2017 einen Zuschauerzuwachs von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr und übertrifft damit die Nutzerzahlen in der Zeit unmittelbar vor der Umsetzung der Multi-Channel-Strategie.

Online wächst weiter

Auch online griffen 2017 mit einer Zunahme von 60 Prozent markant mehr Nutzerinnnen und Nutzer auf das Newsportal www.telebasel.ch zurück. Über alles gesehen ist Telebasel damit zur Zeit der am schnellsten wachsende Regional-TV-Sender der Schweiz.

Die für diesen Erfolg verantwortliche Redaktion ist im Verlauf der letzten Monate durch Adrian Jäggi (Leiter Online) und Chris Stoecklin (Leitung Sport) weiter verstärkt worden. Für die Weiterentwicklung des zentralen Geschäftsfelds Sales wird ab 1. 1. 2018 zudem Pascal Albert, aktuell noch Verkaufsleiter von Radio Energy Basel, zur erweiterten Geschäftsleitung stossen.

Einstimmig gegen No-Billag

Am 4. März 2018 wird die Schweizer Bevölkerung über die «No Billag»-Initiative abstimmen. Deren Initianten möchten die Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen abschaffen. Vordergründig stossen sie sich an der «Mediensteuer», die für den Konsum von Radio- und Fernsehprogrammen erhoben wird. Hauptsächlich haben sie jedoch die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG ins Visier, die den Löwenanteil der 1,3 Gebührenmilliarden erhält.

Diese Vorbehalte gegen den «Staatssender» SRG gibt es allerdings nicht erst seit gestern. Um sie zu entkräften, wurde bereits vor zehn Jahren das so genannte «Gebühren-Splitting» eingeführt. Seither erhalten Lokalradios in Berg- und Randregionen, nicht gewinnorientierte Lokalradios sowie die Regional-TV-Sender mit einer Konzession und einem Leistungsauftrag des Bundesamts für Kommunikation zur Zeit fünf Prozent oder CHF 67,5 Mio aus dem Billag-Topf. Vor allem die Regionalfernsehsender könnten ohne diesen Zustupf wirtschaftlich nicht überleben. Bei einer Annahme von «No Billag» müssten also neben der SRG auch viele private TV-Stationen ihre Studios schliessen.

Auch Telebasel in seiner heutigen Form wäre stark gefährdet. Wird «No Billag» angenommen, muss Telebasel sein heutiges Angebot massiv abbauen. Ein umfassender Service public regional, wie ihn unser Regionalfernsehen seit bald 25 Jahren für die Nordwestschweiz erbringt, wird ihm dann nicht mehr möglich sein.

Der Stiftungsrat der Stiftung Telebasel hat deshalb in seiner Sitzung vom 29. November 2017 beschlossen, das Publikum von Telebasel und weiteren gebührenfinanzierten Medienanbietern der Region Nordwestschweiz auf diese gefährlichen Auswirkungen der No Billag-Initiative auf deren Existenzgrundlage ausdrücklich hinzuweisen und sie den Stimmbürgerinnnen und Stimmbürgern zur Ablehnung zu empfehlen.

(Autor: Telebasel)

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