Veriebter Blick: Prinz Harry schaut seiner zukünftigen Frau Meghan Markle tief in die Augen. (Keystone/EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA)
International

Eine Feministin bei den Royals

US-Bürgerin und Frauenrechtlerin mit einem starken Unabhängigkeitsdrang: Meghan Markle, die zukünftige Frau von Prinz Harry, bringt frischen Wind ins britische Königshaus. Vor gut einem Jahr war die Schauspielerin in Grossbritannien nahezu unbekannt.

Doch dann begann die Boulevardpresse über die Beziehung zwischen dem Prinzen und der Seriendarstellerin zu spekulieren – auf Fotos hatten sie das gleiche Armbändchen getragen. Jetzt machte es das Königshaus offiziell: Harry und Meghan haben sich verlobt und werden im Frühling heiraten.

Markle ist bekannt aus der Fernsehserie ‹Suits›, in der die 36-Jährige eine Anwaltsgehilfin spielt. Weil die Serie in Toronto gedreht wird, lebte sie zuletzt in Kanada. Laut Presseberichten soll sie inzwischen mit ihren beiden Hunden nach London gezogen sein.

Markles Vater arbeitete ebenfalls im Filmgeschäft, die Mutter, eine Afroamerikanerin, ist Yogalehrerin. Auch die Tochter praktiziert Yoga, wie sie auf ihren Fotos bei Instagram zeigt.

Geschieden

«Wir sind glücklich», verkündete Markle Anfang September im Magazin ‹Vanity Fair› und sprach von der Beziehung zu dem drei Jahre jüngeren Prinzen als einer «grossen Liebesgeschichte». Es ist nicht ihre erste: Von 2011 bis 2013 war sie mit einem US-Produzenten verheiratet.

Für ihre Aufnahme ins Königshaus sei das kein Hindernis, meint Penny Junor, Biografin von Prinz Harry. «Ich denke, das ist überhaupt kein Problem. Und die Tatsache, dass sie dunkelhäutig ist, könnte sogar ein Pluspunkt sein. Das zeigt Harry als einen durch und durch modernen Mann.»

Nachdem Markle in der ‹Vanity Fair› erstmals öffentlich über ihre Liebesbeziehung gesprochen hatte, ging es ziemlich schnell. Die Schauspielerin und der Prinz zeigten sich Ende September händchenhaltend bei einer Sportveranstaltung und nun sind sie bereits verlobt.

Markle wird sich nach ihrer Hochzeit aber wohl nicht vollständig von ihrer Rolle als Mitglied des Königshauses vereinnahmen lassen. «Ich wollte nie eine Frau des Gesellschaftslebens werden, sondern selbst aktiv sein», schrieb sie einmal in ihrem Blog.

Eine Feministin

Markle gilt als sehr eigenständige Frau und als Feministin. Der britische Sender BBC berichtete, mit elf Jahren Jahren habe sie sich über die Werbung eines Serienproduzenten, die Frauen als Heimchen am Herd darstellte, in einem Brief bei der damaligen First Lady Hillary Clinton beschwert. Mit Erfolg: Die Werbung wurde geändert.

Heute setzt sich Meghan Markle im Namen der Vereinten Nationen für Frauenrechte ein. «Frauen müssen mit am Tisch sitzen», forderte sie in einer Rede zum Internationalen Frauentag 2015. «Und wenn ihnen dieser Platz verweigert wird, dann müssen sie ihren eigenen Tisch eröffnen.» Wie Harry engagiert sich auch Markle für wohltätige Zwecke und arbeitet als Botschafterin für die Hilfsorganisation World Vision Canada.

«In der Familie war Meghan schon immer die Prinzessin», verriet ihr Halbbruder Thomas Markle junior der britischen Zeitung ‹Daily Mail›. «Jetzt wird sie wirklich eine. Und darauf bin ich mächtig stolz.» Für Harry war das Happy End schon lange klar. Er habe sich auf den ersten Blick in Meghan verliebt, sagte Harry, als er am Montag mit seiner Verlobten in London vor Journalisten trat. (sda afp/Remi Banet)

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