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Der Telebasel News Beitrag vom 17. November 2017.

Basel

Wenn der Kunde zum Kassierer wird

Die Digitalisierung prescht unaufhaltsam voran. Insbesondere im Detailhandel zeigen sich Veränderungen im Konsumentenverhalten. Das sogenannte ‹Selfscanning› erfreut sich immer grösserer Beliebtheit, sowohl bei den Anbietern als auch den Kunden.

Der Mehrheit der Schweizer scheint das sogenannte ‹Self-Checkout› in Läden zu gefallen. Beim Kauf von Lebensmitteln nutzen 69 Prozent der Schweizer Kunden automatisierte Kassensysteme. Ein Fünftel tut dies bei jedem Einkauf, ein Viertel mindestens bei jedem zweiten und 22 Prozent ab und zu, besagt eine Studie des Beratungsunternehmens Deloitte.

Die Studienautoren rechnen damit, dass der Einfluss digitaler Technologien beim Zahlen im Detailhandel in den nächsten Jahren weiter zunehmen dürften. Besonders viel Potenzial habe das Einkaufen mit dem Smartphone (Mobile Payment). Welche Anbieter sich hier durchsetzen werden, hänge stark davon ab, wie benutzerfreundlich, sicher und breit anwendbar die jeweilige Bezahllösung sei.

Auf Anfrage von Telebasel schreibt die Migros: «Die Nachfrage nach Self-Checkout-/Self-Scanning Systemen steigt nach wie vor an. Um diesem Kundenbedürfnis gerecht zu werden, sind immer mehr Filialen der Migros Basel damit ausgestattet.»

Digitalisierung bringe nur Vorteile für den Kunden

Im Rahmen des ‹Basel Economic Forum 2017›, fand eine Podiumsdiskussion mit Nadine Gembler, Leiterin HR, Coop; Andreas M. Walker, Co-Präsident von Swiss Future und Rafael Waber, Geschäftsführer der Swiss Shrimp zum Thema «Digitialisierung in personalintensiven Branchen» statt.

Die Angst, dass in nicht allzu ferner Zukunft niemand mehr an der Coop-Kasse stehen werde, sei unbegründet, sagt Gembler. Dies werde «nie» so sein. Auch die Mitarbeiter von Coop teilen laut einer internen Studie diese Ansicht. 90 Prozent gaben an, eine gesicherte Arbeitsstelle zu haben, so Coop. Dass die Digitalisierung Veränderungen mit sich bringe, sei aber auch klar.

Dabei habe die Digitalisierung für den Kunden nur Vorteile. Coop könne viel schneller evaluieren, was die Kunden möchten, oder besser gesagt was nicht. Ladenhüter könnten innert kürzester Zeit ausgemacht und das Angebot den Kundenbedürfnissen angepasst werden.

Jetzt sammelt also auch schon der Lebensmittel um die Ecke Daten. Ganz unproblematisch ist das nicht, allerdings sollen 80 Prozent der Coop-Kunden der Datensammlung positiv gegenüber stehen, führte Gembler weiter aus. (sda/yge)

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